09.11.2012   01:43

Konstantin Wecker und der gute Rassismus

Konstantin Wecker, der singende Kopfbahnhof, hat auch einen Facebook-Account. Dort äußerte er sich zum Ausgang der US-Wahlen und schrieb dabei auch folgenden Satz: „Frauen und Latinos sind einfach klüger als alte konservative Afro-Amerikaner mit Hochschulabschluss.“ Dafür hat er von seinen Fans viel Zustimmung bekommen. Sind solche rassistischen Pauschalurteile also wieder in Mode? Ein bisschen zumindest, denn der Satz lautet im Original etwas anders: „Frauen, Afro-Amerikaner und Latinos sind einfach klüger als alte weisse konservative Männer mit Hochschulabschluss.“ Dieser Rassismus ist natürlich in Ordnung. Dann wirft er den Mormonen noch eine unappetitliche Stelle aus ihrer Heiligen Schrift vor und urteilt danach die Anhänger dieser Religion als „gehirngeschwaschen, verblendet und verblödet“ ab. Auch da staunt man, denn der gute Konstantin würde als erster Aufschreien und seinen Willy bequatschen, dass es „wieder soweit ist in Deutschland“, wenn jemand den Moslems die „haut die Ungläubigen tot“-Suren des Koran vorwerfen würde. So ist das eben, es gibt guten Rassismus und bösen Rassismus, der eine ist mainstreamfähig, der andere nicht.


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