09.03.2010 15:01
Davidstern mit Gebiss
Von Clemens Heni
Im Sommer 2009 machte die Yale University Press Schlagzeilen, als der renommierte Verlag die weltbekannten Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung »Jylland Posten« aus einem Buch, das sich mit diesen Karikaturen befasst, zensierte. Das wurde unter anderem als möglicher vorauseilender Gehorsam gegenüber arabischen Geldgebern interpretiert, da bekanntermaßen Saudische Prinzen massiv Geld in den akademischen Betrieb in USA investieren, meist im Bereich Nahostforschung, Islamforschung oder »christlich-muslimischer Dialog«.23) Der Antisemitismus z. B. Saudi-Arabiens und seiner Schulbücher etc. stellt für die Verantwortlichen dabei kein Hindernis dar. Und sodann schließt sich ein Kreis, wenn der Antisemitismus der 1930/40er Jahre, der zumal in der New York Times zu einer grotesken Berichterstattung über den Holocaust führte24), ein Echo erhält: Ende März 2009 publizierte die »New York Times« zusammen mit anderen Zeitungen wie der »Washington Post«, einen Cartoon des Zeichners Pat Oliphant, dem wohl weltweit berühmtesten und einflussreichsten Karikaturisten. Dieser Cartoon zeigt einen kopflosen Kämpfer mit Schwert und Nazi-Stiefeln, der einen großen Davidstern vor sich schiebt. Der Davidstern hat ein fürchterliches Gebiss, das nach einer in der unteren rechten Ecke stehenden Frau mit Kind, die mit »Gaza« identifiziert werden, giert. Der blutleckende, monstermäßige Zionstern – in der Tradition des SS-Staates sowie der »Kreuzzügler « (für die das Schwert stehen mag) – ist zum Symbol für »den Juden« geworden. Wenige Tage später übernahm die Terrororganisation Hezbollah im Libanon diese Karikatur auf ihre Internet-Seite für antisemitische Cartoons …25)
http://clemensheni.wordpress.com/2010/03/09/antisemitismus-in-den-usa-seit-1945/
Siehe auch:
http://www.bloggersperlapace.net/bloggersperlapace/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=2109
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Kategorie(n): Wissen
