Vince Ebert03.11.2009 13:49
Ist der Islam eine friedliche Religion?
Was sagt eine Palästinenserin vor dem Ausgehen? „Findest Du, die Bombe trägt zu sehr auf?“
Mit dem 11. September 2001 bekam die aufgeklärte Gesellschaft zum ersten Mal deutlich zu spüren, dass es vielen Menschen in der Welt um etwas anderes geht als um Selbstverwirklichung. Seit diesem Tag feiert der internationale Terrorismus einen Erfolg nach dem anderen. Seit Jahren werden vor Flügen tonnenweise Nagelscheren, Zahnpastatuben und Parfumflacons weggeworfen, weil amerikanische Geheimdienste herausgefunden haben, dass man mit Zahnpasta, Nagelscheren und Chanel No. 5 Flugzeuge in die Luft sprengen kann. Wie das gehen soll, weiß noch nicht einmal Bin Laden. Ich glaube, selbst McGywer wäre damit überfordert. Irgendwann findet der CIA wahrscheinlich auch noch heraus, dass man mit einem Wattestäbchen ganz grausame Dinge tun kann.
Laut Innenministerium ist die Terrorgefahr auch bei uns nach wie vor groß. Erst letzte Woche fuhr in einem Frankfurter Supermarkt ein junger Muslim seinen Einkaufswagen in zwei Türme aus Raviolidosen. Alles verwüstet. Stundenlang musste die Lebensmittelabteilung gesperrt werden. Zu allem Unglück flüchtete der Täter unerkannt und ließ den leicht beschädigten Wagen einfach stehen. Und das, obwohl im Schlitz noch ein Euro steckte. Diese Extremisten haben einfach keinen Respekt vor unserer Kultur.
Dabei könnten sich muslimische Attentäter bei uns Deutschen viele Sympathien erwerben, wenn sie ihre Ziele nur ordentlich aussuchen würden. Ein Sprengstoffanschlag im Datenzentrum des Kraftfahrbundesamt in Flensburg und selbst der konservativste Deutsche wäre der Meinung: „Och, soo schlimm ist der Mullah doch gar nicht!“
Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage: Ist der Islam eine gewalttätige Religion? Das pakistanische Parlament meint: Auf gar keinen Fall! Und wer das Gegenteil behauptet, der fordere logischerweise die Gewalt heraus. Auch viele Europäer betonen stets, dass der Islam im Grunde eine friedliche, zivilisierte Kultur ist, weil die meisten muslimischen Staaten ja schließlich eine öffentliche Verwaltung und mittlerweile sogar Universitäten haben. Nun ist es so, dass es bei McDonalds inzwischen auch Salate gibt, aber trotzdem würde keiner sagen: Es ist ein Bioladen.
Dabei war die arabische Welt jahrhundertelang eine Kultur von Freidenkern und Intellektuellen. In der Zeit vom 8. bis zum 13. Jahrhundert, dem goldenen Zeitalter des Islams, waren arabische Denker führend in Chemie, Astronomie, Medizin, Kopfrechnen und Bauchtanz. Heute rechnet der Araber mit dem Bauch und tanzt mit dem Kopf.
Aus irgendeinem dubiosen Grund unterdrückte im 14. Jahrhundert der religiöse Dogmatismus den arabischen Forschergeist. Druckmaschinen wurden verboten, damit sie nicht die Worte Gottes, wie sie im Koran dargelegt sind, verunglimpften. Als Alexandria von den Muslimen erobert wurde, hat man die beste der berühmten Bibliotheken mit der Begründung vernichtet: Was nicht mit dem Koran übereinstimme, sei schädlich und was mit ihm übereinstimme, sei überflüssig. Bis heute hat sich die islamische Welt von diesem Schlag nicht erholt. In Ägypten, dem einstigen Zentrum des arabischen Geisteslebens erscheinen pro Jahr keine 400 Bücher, während es in Israel, einem Land, das ein Zehntel der Einwohner hat, über 4000 sind. Von 107 nichtislamischen Staaten verfügen über 100 über demokratische Minimalstandards. Bei islamischen Staaten sind das nur 11 von 47.
Doch wenn man diese Dinge öffentlich thematisiert, reagiert das Morgenland reflexhaft mit Empörung. Warum eigentlich? Wer sich darüber aufregt, dass man seine Kultur als rückständig bezeichnet, sollte einfach damit aufhören, Menschen mit mittelalterlichen Methoden hinzurichten. Selbst ein relativ schlichter Menschenschlag wie der Texaner hat es irgendwie hingekriegt, einen elektrischen Stuhl zu bedienen.
Doch solche Widersprüche werden von vielen Islamisten verdrängt. In Pakistan beispielsweise sieht man die größten nationalen Probleme nicht etwa in mangelnder Bildung oder gar in der Gefahr eines nuklearen Krieges mit Indien, sondern dass dort irgendwann einmal Frauen in Miniröcken herumlaufen könnten. Man hat mehr Angst vor Sexbomben als vor Atombomben.
Als Heidi Klum 2006 bei der Auslosung für die Fußball WM auf die Bühne trat, schnitt das iranische Fernsehen alle Stellen mit ihr heraus, weil ihr Kleid angeblich zu aufreizend war. Vielleicht lag es aber auch an ihrem Gelaber. Wer weiß.
Es ist es ein großer Trugschluss, dass junge Muslime die westliche Welt mit all ihrer Freizügigkeit verachten. Im Gegenteil. Sie platzen vor Neid. Amerika hat Rap-Videos, Paris Hilton und Magazine mit Titeln wie Barely Legal. Wissen Sie, was in Saudi Arabien barely legal ist? Alles. Der Zusammenhang von Samenstau und Aggression ist erwiesen. Er ist wahrscheinlich der Grund, weshalb Bill Clinton niemals einen Krieg angefangen hat. Im Gegensatz zu George W. Bush. Kein Selbstmordattentäter hat sich je in die Luft gesprengt weil er sich gesagt hat: „Mein Gott, ich halte es nicht mehr aus, dass meine Freundin viermal am Tag mit mir Sex haben will..“
Was also kann der Westen tun? Ich denke, die beste Methode, die islamische Welt zu demokratisieren ist, ihnen die Vorzüge der westlichen Welt schmackhaft zu machen. Wir sollten also keine Doppelagenten in Al-Quaida-Zellen schmuggeln, und erst recht keine Bomben über den Nahen Osten abwerfen, sondern IPhones, Rolexuhren und Pornohefte. Wer einen Dolce&Gabbana-Gürtel hat, überlegt sich dreimal, ihn gegen einen Sprengstoffgürtel auszutauschen. Übrigens hat der Begriff „Bauch-Weg-Gürtel“ im Nahen Osten eine völlig andere Bedeutung.
Und was macht der zivilisierte Westen? Sitzt da, guckt blöd aus der Wäsche und wirft sich vor dem Islam in den Staub. Sobald irgendwo ein Mobilfunkmast aufgestellt wird, kann man es nicht erwarten, eine Bürgerinitiative zu gründen. Steckt sich jemand in einer Nichtraucherzone eine Kippe an, würden viele Deutsche am liebsten den Weltsicherheitsrat anrufen. Doch wenn dänische Karikaturisten wegen Mohammed-Karikaturen mit dem Tod bedroht werden, wenn es also wirklich um die westlichen Werte der Freiheit geht, duckt man sich weg und faselt etwas von mangeldem Respekt anderen Kulturen gegenüber. Manch ein deutscher Volksvertreter spielte damals sogar den Islamisten in die Hände, indem er die Karikaturen als Blasphemie bezeichnete. Ohne allerdings zu realisieren, dass es viele Muslime schon als Blasphemie ansehen, dass andere Menschen Christen sind. Wenn also der ein oder andere CSU-Politiker der Meinung ist, der Respekt vor religiösen Gefühlen solle unter Schutz gestellt werden, muss er genau genommen zum Islam konvertieren.
Zweifellos ist auch das Christentum in seinen grundsätzlichen Ansichten keineswegs gemäßigter als der Islam. Auch der Vatikan ist der festen Überzeugung, dass die christliche Idee – obwohl sie weder beweisbar noch widerlegbar ist – die einzige Wahrheit beinhaltet. Dass Andersgläubige zwar geduldet, nicht aber nicht wirklich als gleichwertig angesehen werden. Der Hauptgrund, weshalb sich das Christentum mittlerweile relativ gemäßigt gibt, liegt darin, dass die Väter der Aufklärung die Macht der Kirche eingedämmt haben. Dadurch pflegen heutzutage die meisten Christen ihren Glauben ohne Machtansprüche und ohne ihn anderen aufzwingen zu wollen. Es gibt nicht den geringsten Grund, den Moslems diesen Lernprozess zu ersparen.
2008 hat sich sogar der Papst in seiner Nahost-Reise für einen Dialog mit dem Islam ausgesprochen. Ob das ein kluger Schachzug war, bleibt abzuwarten. Vielleicht hofft er ja auch, die gesamte arabische Welt wird irgendwann mal Mitglied in der EU. Dann würden die Selbstmordattentate von fanatischen Muslimen endlich der Vergangenheit angehören. Es würde nämlich Jahrzehnte dauern, bis sie eine Genehmigung aus Brüssel erhielten.
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