23.07.2009   17:30

Benjamin Weinthal: Israel mischt sich ein

Berlin - Israel hat die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die in Tübingen lebende israelische Anwältin Felicia Langer scharf kritisiert. „Langer hat über Jahre immer wieder Kräfte unterstützt, die Gewalt, Tod und Extremismus befürworten“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, dem
Tagesspiegel. Jedem, der ihr einen Orden verleihen wolle, müssten „die Konsequenzen bewusst sein, wenn man Intoleranz und böse Absichten nachträglich legitimiert“.
Langer ist für Vergleiche zwischen Israel und der Apartheid in Südafrika sowie Lob für Irans Präsident Ahmadinedschad berüchtigt. Die Anwältin hatte Israel in der Vergangenheit als „Apartheid der Gegenwart“ bezeichnet; den Zentralrat der Juden verglich sie mit einer „Filiale der israelischen Botschaft“. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) verteidigte Langer als „eine scharfe Kritikerin“. Der jüdische Autor Ralph Giordano drohte mit der Rückgabe seines Bundesverdienstkreuzes, sollte Bundespräsident Horst Köhler die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Langer nicht rückgängig machen.
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite-Felicia-Langer-Israel-Horst-Koehler;art692,2855329
http://www.ad-hoc-news.de/verleihung-israels-regierung-veraergert-ueber-auszeichnung--/de/Politik/20375601
http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/felicia-langer-will-bundesverdienstkreuz-behalten;2436356
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1004061/
http://www.netzeitung.de/kultur/1413019.html
Siehe auch:
Soll Köhler selektieren?
http://www.jungewelt.de/2009/07-24/011.php


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Kategorie(n): Ausland