Rainer Bonhorst 26.01.2012 16:18 +Feedback
Zurück zur Monarchie, zweiter Teil
Mein Vorschlag, die aktuelle Krise um den Bundespräsidenten grundsätzlich durch ein “zurück zur Monarchie” zu lösen, hat den Achgut-Leser Frances Johnson zu einem Gegenvorschlag angeregt. Während ich an den jungen Hohenzollern-Prinzen Georg Friedrich von Preußen, ersatzweise an den Fürsten Karl Friedrich ("Charly an the Jivemates") von Hohenzollern dachte, empfiehlt Frances Johnson einen bayerischen Monarchen für Deutschland:
“Ich finde, wir sollten das Modell erst mal mit einem älteren Kandidaten ausprobieren und möchte daher Herzog Franz von Bayern vorschlagen. Er ist bereits 78 Jahre. Sein Vater wurde allerdings 91. Herzog Franz bietet einige Vorteile: Erstens ist er ein Nachfahr der Stuarts, das ist doch etwas überaus Edles. Zweitens wohnt er im Nymphenburger Schloss, wo er auch geboren ist, einem Altbau mit großzügigem Garten und Schwänen, braucht somit keine Kredite für Eigenheime. Leider ist er unverheiratet, ist aber eins von vier Kindern, so dass sich sicher Nachfolger finden ließen. Zur Not könnte man auch später auf die Hohenzollern zurückkommen. Aber der Gedanke an Willi 2 hat etwas Abschreckendes. Bei einem Wittelsbacher würden die meisten an Sissi denken, und das ist doch viel ornamentaler und schnuckeliger. Die Österreicher könnten sich somit auch mit ihm identifizieren. Und nachdem wir schon den KT aufgeben mussten, sind wir Bayern jetzt mal dran. Falls das Modell doch nicht taugen sollte, könnte man es sang- und klanglos wieder abschaffen, da der Herzog kinderlos ist.”
Als Verantwortlicher für den Vorschlag, einen Hohenzollern wieder als Staatsoberhaupt einzuführen, muss ich zugeben: Der Wittelsbacher wäre auch eine exzellente Wahl. Er wirft aber, in umgekehrter Form, die gleiche Problematik auf wie der Preuße: So wie es Bayern gibt, die auf keinen Fall Preußen sein wollen, gibt es Preußen, die auf keinen Fall Bayern sein wollen. Als vergleichsweise neutrale Alternative böte sich, sozusagen auf den landsmannschaftlichen Spuren des amtierenden Bundespräsidenten, das Haus Hannover an. Dort sind die Briten schon fündig geworden. Man könnte also, falls sich nichts Einheimisches findet, auf das bewährte Insel-Königreich zugreifen. Ich meine, William und Kate wären eine populäre Wahl. Da England demnächst der Verlust des nach Unabhängigkeit strebenden Schottland droht, könnte man das Vereinigte Königreich von England und Deutschland schaffen. Oder wäre es das Vereinigte Königreich von Deutschland und England? Ein kleiner Streitpunkt, den man sicher leicht klären könnte.
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Kategorie(n): Inland


