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  05.11.2008   13:47   +Feedback

Ypse in die Produktion! Eine Jobberatung

Kollegen von mir stellten schon am Tag der geplatzten Hessen-Wahl die Frage, was nun mit Ypse geschehen könnte. Tritt sie über zu ihren SED-Freunden? Oder meldet sie sich als Saftschubserin in der Kabine zurück? In der Fliegerei etwas bewandert, habe ich für den letzteren Fall folgende Optionen gecheckt:

LUFTHANSA. Rückkehr zum alten Arbeitgeber unwahrscheinlich. Zwar passt Y. gut ins Profil der typischen LH-Flugbegleiterin (frechforsch, egozentrisch, nicht mehr ganz jung). Erfüllt aber mit nur einer fließend beherrschten Fremdsprache (Hessisch) heutige LH-Standards nicht mehr…

AIR BERLIN. No way! Y. ist viel zu alt für AB-Verhältnisse. Air Berlin-Chef Achim Hunold schaut sich seine Mädels außerdem gern höchstpersönlich an. Dem Einstellungs-Verhör („Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“) hielte Y. nicht drei Fragen lang stand. Kleine Chance: Sozen- und Gewerkschaftler-Hasser Hunold stellt Y. ein, um sie mit den berüchtigten Pilotenscherzen seiner Airline quälen zu lassen (Beispiel: Pilot reicht der Neuen mit spitzen Fingern ein Glas mit gelblicher Flüssigkeit und bittet sie, es auf der Bordtoilette zu entsorgen, „habe es wegen der Landung nicht mehr aufs Klo geschafft“).

RYANAIR, EASYJET. Eigentlich Traumarbeitgeber für Y. Täuschen, tricksen, lügen und verschleiern gehören zum Kerngeschäft der Billigflieger mit ihren diversen Kostenfallen. Y. könnte aus der Kabine bald ins Management wechseln und zum Beispiel die AGB der Billigheimer trickreich neu formulieren. Oder clevere Mogelpackungen entwerfen, mit denen man Destinationen wie Lübeck oder Hahn weiterhin als „Hamburg“ oder „Frankfurt“ verkaufen kann.

ALITALIA. Ein Job bei der verkommensten Airline Westeuropas, die kein Schwein für welches Geld auch immer kaufen möchte, wäre sogar für Y. ein Karriereknick, müsste ihr aber intrinsische Freuden bereiten. Das zu 115 Prozent gewerkschaftlich organisierte Personal streikt sich lieber die Arbeitsplätze unter dem Hintern weg, als auch nur ein einziges Konzessiönchen ans Management zu machen. Letzteres gilt auch für die LTU, die noch dazu ganz in der Firmenfarbe Rot daher kommt.

TUIFLY. Wohlfühl-Airline für Sozialdemokraten. Kriegt wie die SPD seit langem nichts mehr gebacken. Stellt sich alle Naslang neu auf, malt sich anders an und wechselt das Führungspersonal, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Ist aber zu groß, um zu sterben. Idealer Rückzugsraum für Versager.

CONDOR. Sitzt in Frankfurt, ist voll Hessen-SPD-affin. Verhandelt seit langem verzweifelt mit anderen Ferienfliegern über Koalitionen, die sich aber regelmäßig in letzter Minute zerschlagen. Obwohl oder weil nur eine Ferienfluggesellschaft, verhalten sich die Piloten gern dummfrech („Unsere siebenstündige Abflugverspätung hat den Grund, dass die ankommende Maschine so spät kam“). Die Stewardessen blockieren schon mal die Gästetoilette am Cockpit, um in der Bordküche ungestört babbeln zu können. Kurz, bei Condor herrscht eine irre Stimmung, wie im SPD-Unterbezirk Hessen-Süd. Ypse, sofort bewerben!

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Kategorie(n): Inland 

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