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  24.11.2009   10:47   +Feedback

Wofür wir TV-Gebühren zahlen (2). Dittsche jetzt im ZDF

Endlich! Noch rechtzeitig vor Kopenhagen wurden die Klimaleugner als Verbrecher enttarnt! Und zwar in der Sonntagabend-Krimiserie des ZDF „Protectors – auf Leben und Tod“. Der fünfte und letzte Teil der mit dem öffentlich-rechtlichen dänischen Fernsehen koproduzierten Mini-Serie (in der es ansonsten um Rechtsextreme geht, die eine dänische Politikerin mit muslimischen Wurzeln killen wollen usw.) schaute sich an wie vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung finanziert…

Die Story, heiß wie ein Reaktorbrennstab: Die britische Umweltministerin will im Vorfeld der Klimakonferenz im dänischen Fernsehen mit einem prominenten, von Energiekonzernen und anderen Weltzerstörern bestochenen arroganten Pseudowissenschaftler („Die Erderwärmung ist eine Mär“) diskutieren. Vor laufenden Kameras will sie ihn und auch die internationalen Hintermänner der Klimaleugnerei entlarven. Die „bis in höchste politische Kreise“ vernetzt sind, of course. Sie hat einen Memory-Stick aus England mitgebracht, in dem alle Öko-Schweinereien aufgelistet werden und dessen mutiger Beschaffer bereits ermordet wurde.

Doch der zur Debatte angereiste fiese Klimaleugner erpresst die Ministerin mit ollen Kamellen aus ihrer Jugendzeit, als sie mal mit einem RAF-Terroristen liiert war. Der, gespielt von Wolf Roth, ist jetzt Leitwolf einer Gruppe von Umweltschützern. Die protestieren in Kopenhagen gegen den Auftritt des Klimaleugners und sind überhaupt für eine schönere Welt ohne Atomkraft und so. Der Ex-Terrorist war seinerzeit zu einem Kämpfer gegen das Schweinesystem geworden, weil sein Vater Aufseher in Auschwitz war, hatte also durchaus edle Motive für sein Tun. In Kopenhagen entführt er seine Ex, um an ihren Stick zu kommen. Die Zuschauer glauben anfangs, dass er damit selber die Umweltverbrecher an den Pranger stellen will, doch weit gefehlt: auch er ist längst Teil der großen Klimaleugnerverschwörung geworden und will den Stick in Wahrheit nur vernichten. Dafür muss er am Ende gerechterweise im Kugelhagel der Polizei sterben. Und der Klimaleugner zieht den Schwanz ein, sagt alle Diskussionstermine ab und macht sich vom dänischen Acker, wo daddelnde Windräder schon vom neuen, CO2-freien Morgen künden.

Auch Dittsche hätte diese Räuberpistole nicht schöner erfinden können. Alles über die deutsch-dänische Erfolgsserie mit den Themen aus dem wirklich wahren Leben hier:

http://protectors.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,7618504,00.html?dr=1

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Kategorie(n): Kultur 

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