24.01.2013   09:26   Leserkommentare (0)*

Wieder ein Fall für Frau Amirpur

Ali Larijani, Vorsitzender des iranischen Pseudo-Parlaments, besuchte die achte Konferenz der „Islamischen inter-parlamentarischen Union“ am 21. und 22. Januar 2013 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Dort hetzte er insbesondere gegen die USA und gegen Israel.

In der sudanesischen Hauptstadt Khartum warnte der iranische Politiker Larijani vor einer Spaltung der islamischen Staaten. Davon würden nur die Großmächte profitieren. Er forderte eine einheitliche Politik der islamischen Staaten gegenüber dem Westen.

Gleichzeitig verteidigte Ali Larijani die Expansion der militärischen Aktivitäten des Iran. Er sagte in Bezug auf das militärische Manöver, das der Iran im Roten Meer durchführen will: „Solche militärischen Manöver stellen einen Teil der Übungen dar, die eine effektive Kraft besitzt, die die Notwendigkeiten der Zeit erkennt,“ berichtet das Forschungszentrum des iranischen Pseudo-Parlaments, Majless am 23. Januar 2013.

Zudem geht Ali Larijani nicht auf die Rolle iranischer Revolutionsgardisten bei der Aufstandsbekämpfung in Syrien ein.

Er betonte, dass der Iran eine andere politische Position habe als manche arabische Staaten in Bezug auf Syrien. Iran sei „gegen eine ausländische Intervention“ in Syrien.
Larijani begründete seine Ablehnung einer militärischen Einmischung in Syrien wie folgt: „Nur Amerika und der Weltzionismus sind die Nutznießer“ einer westlichen militärischen Aktion, berichtete das Forschungszentrum des iranischen Pseudo-Parlaments am 23.1.2012.

Larijani ging auch nicht auf die Frage ein, warum der Iran ein atomares Anreicherungsprogramm braucht, das mitnichten für ein ziviles Atomprogramm eingesetzt werden kann. Stattdessen beruhigte er seine Zuhörer damit, dass das Kraftwerk in Bushehr ungefährlich sei und „gemäß der internationalen Standards“ arbeite und daher keine radioaktive Strahlengefahr davon ausgehe.

Larijani meint, dass die Atomtechnologie des Iran einheimisch sei. Iran reagiere daher nicht auf Druck. Er fuhr fort: „Sie haben gesehen, dass der wirtschaftliche Druck keine Ergebnisse zeitigte. Iran wird seine Technologie weiterentwickeln.“

In Bezug auf Israel bleibt Ali Larijani weiterhin hart und antisemitisch. Er ist der Meinung, dass „eine Versöhnung mit Israel den Palästinensern keine Errungenschaft gebracht habe und bringen werde“.

Larijani sagte: „Israel ist für den Nahen Osten wie das Problem eines Krebsgeschwürs. Die Islamische Republik Iran hat von Anbeginn der Revolution die Muslime vor dieser Gefahr gewarnt.“ Es sei daran erinnert, dass der iranische Revolutionsführer Ali Khamenei die Muslime aufgefordert hatte, ein solches „Krebsgeschwür“ heraus zu operieren.

Larijani sagte ferner: „Sie wissen alle, dass die Palästinenser nichts von den Vorstellungen halten, die eine Versöhnung mit Israel verfechten.“

Er fügte hinzu: „Wir haben verschiedene Kräfte, unter anderem die Hamas, Jihade Islami, Hisbollah unterstützt und heute können wir nach den 8-tägigen, den 22-tägigen und den 33-tägigen Kriegen beurteilen, welche Ideen realistisch sind.“

Er sagte, dass „der Westen die beißende Antwort des Iran auf einen militärischen Angriff fürchtet.“

Iran habe zwar wirtschaftliche Probleme, habe aber ausreichend technologisches Potential um Staaten wie dem Sudan zu helfen. Der Sudan ist ähnlich wie der Iran eine „Islamische Republik“ und zählt zu den Waffenlieferanten der terroristischen Organisation der Hamas.

Tatsächlich hatten vor einigen Monaten iranische Politiker zugegeben, dass iranische „Militärberater“ in Syrien aktiv seien. Russland und die „Islamische Republik Iran“ halten an der Macht des Assad-Regimes fest.

Wahied Wahdat-Hagh, Fellow bei der European Foundation for Democracy (EFD).

Permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

Leserkommentare **

* Leserkommentare werden meist einmal täglich veröffentlicht. Wenn Sie Kommentare vermissen, schauen Sie doch später noch mal vorbei.


Es wurden noch keine Kommentare veröffentlicht.

Kommentar schreiben

Es kann nur innerhalb der ersten drei Tage nach Veröffentlichung eines Artikels kommentiert werden.


** Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Leserkommentare nicht, gekürzt oder in Auszügen zu veröffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. (Bitte Vor- und Nachnamen angeben!) Leserkommentare sollten zusätzliche Argumente, Gedanken oder Informationen zum kommentierten Beitrag erhalten. Bloße Zustimmung oder Ablehnung sortieren wir aus.