Henryk M. Broder 16.05.2008 21:53 +Feedback
Vagabundierende Antisemiten
Auch in Wien wird der 60. Jahrestag der Gründung Israels angemessen gefeiert. Die Aktion “Gaza muss leben!” lädt anlässlich der 60-jährigen Vertreibung der Palästinenser zu einer PRESSEKONFERENZ am kommenden Montag ein. http://www.gazamussleben.at/de/942 Zwei Tage vorher, also diesen Samstag, findet bereits eine “Diskussionsveranstaltung und Konzert” statt. http://www.gazamussleben.at/de/819 An der Diskussion nehmen die üblichen Verdächtigten teil, allerdings ist ein neues Gesicht dabei. “Franz Sieder, Pfarrer von Amstetten”. Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Amstetten. Und weil in Amstetten alles in bester Ordnung ist, kann sich der Pfarrer von Amstetten für die unterdrückten Palästinenser einsetzen, die unter Bedingungen leben müssen, die nicht einmal Josef Fritzl seiner Familie zumuten wwürde. http://www.stern.de/politik/panorama/618580.html?cp=1
Dennoch ruht Gottes Segen nicht auf der Aktion “Gaza muss leben”. Zuerst hat das Albert Schweitzer Haus den Veranstaltern den Saal gekündigt (http://www.gazamussleben.at/de/878), dann hat die Arbeiterkammer “kurzfristig und ohne Angabe von Gründen” die Aktionisten vor die Tür gesetzt, natürlich auf Druck der Israel-Lobby, vertreten durch die lokale Israelitische Kultusgemeinde. Jetzt findet die Sonnenfinsternis in der Turnhalle statt, soll heißen: im “Weltcafe” in der Schwarspanierstraße (http://www.gazamussleben.at/de/941), das seine Waren aus fairen Handel und aus biologischer Landwirtschaft bezieht. http://www.weltcafe.at/
Sollte die Weltcafe-Betreiber im letzten Moment ebenfalls kalte Füße bekommen - in Amstetten ist vor kurzem ein schöner Keller frei geworden.
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=2&Param_Red=9863
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Kategorie(n): Ausland

