Gastautor 28.06.2009 12:39 +Feedback
Thomas Uwer: Der richtige Mann für das richtige Amt
Die Vereinten Nationen haben sich spätestens seit den 1960er Jahren zu einer Parallelwelt entwickelt, in der ganz paritätisch vor allem solche Regierungen das Sagen haben, die in der realen Welt meist nicht zu Unrecht unerhört bleiben. In der Vollversammlung, in der jeder Mitgliedsstaat unabhängig von seiner Größe oder politischen Bedeutung über eine Stimme verfügt, rächen sich die marginalisierten Staaten mit strammen Resolutionen an den Supermächten und vor allem den USA für ihre politische Bedeutungslosigkeit. Umgekehrt widmet die amerikanische Außenpolitik dem Gremium traditionell wenig Aufmerksamkeit. Eine der Folgen ist, dass der post- und anti-koloniale Block arabischer und afrikanischer Regimes seit den 1970er Jahren eine beeindruckende Reihe von Resolutionen gegen Israel und die USA verabschiedet hat. Eine andere ist, dass die USA in den Organisationen der UN deutlich unterrepräsentiert sind, während israelischen Mitarbeitern der Zugang zu leitenden Gremien praktisch vollständig versperrt ist. Deshalb befassen sich so viele Ausschüsse, Kommissionen und Organisationen mit den Sorgen der Palästinenser, angefangen bei der in Gaza ansässigen notorischen UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East), die seit 1949 darüber wacht, daß vor einem halben Jahrhundert geflohene Palästinenser weiter Flüchtlinge bleiben, um ihr »Rückkehrrecht« nach Israel nicht zu verlieren, über das 1975 gegründete »Komitee zur Durchsetzung der unveräußerlichen Rechte der Palästinenser«, dessen Name nicht umsonst so klingt, als sei er in einem PLO-Ausbildungslager in der Beka’-Ebene ausgeheckt, bis zum UN-Menschenrechtsrat, der sich seit seiner Gründung 2006 fast ausschließlich mit Israel befaßt. http://www.wadinet.de/blog/?p=1889
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Kategorie(n): Kultur


