06.09.2012   10:25   +Feedback

Tante Charly wankt

„Nicht einmal in meinen Albträumen habe ich geahnt, dass ich mir kurz vor meinem achtzigsten Geburtstag die Frage stellen muss, ob ich den Judenmord überleben durfte, um das erleben zu müssen“, schreibt Knobloch, die als Kind auf einem Bauernhof vor den Nationalsozialisten versteckt wurde. Seit sechs Jahrzehnten müsse sie sich rechtfertigen, warum sie nach dem Krieg in Deutschland geblieben ist, „als Überbleibsel einer zerstörten Welt, als Schaf unter Wölfen“. Sie habe das „immer gerne getan“, weil sie überzeugt gewesen sei, „dass es dieses Land und seine Menschen verdient haben“. Und weiter: „Erstmals geraten nun meine Grundfesten ins Wanken“, schreibt Knobloch, „erstmals spüre ich Resignation in mir.“ http://www.focus.de/politik/deutschland/ehemalige-chefin-des-zentralrates-der-juden-knobloch-sieht-juedische-existenz-in-deutschland-in-gefahr_aid_813008.html

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Kategorie(n): Inland 

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