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  29.09.2009   09:01   +Feedback

Streckenweise deftig, ansonsten versöhnlich

Die Iran-Expertin Katajun Amirpur, die auch schon herausgefunden hat, dass Achmadinedschad den Satz von der Auslöschung Israels nie gesagt habe, erklärt durch einen Rückgriff auf drei Jahrzehnte Geschichte, was die Iraner mit der Bombe wirklich wollen: “Abschreckung. Und das ist nun mal das Gleichgewicht des Schreckens, das auch zwischen den USA und der Sowjetunion jahrzehntelang praktiziert wurde und funktioniert hat. Dass die Iraner die Bombe wollen, scheint aus ebendiesem Grund sehr wahrscheinlich zu sein. Daraus folgt allerdings nicht notwendigerweise, dass sie sie als Aggressor einsetzen wollen.” Bemerkenswert auch dieser Absatz:
“Deftige Worte ist man aus der Islamischen Republik Iran gewohnt. Beim traditionellen Gebet zum Ende des Fastenmonats Ramadan stimmte auch Ayatollah Chamenei mit in sie ein: Einen die islamische Nation zerfressenden Krebs nannte Chamenei den Staat Israel. Ansonsten gab er sich aber in den letzten Tagen, im Vorfeld der anstehenden Gespräche mit den USA am 1. Oktober versöhnlich: Bei einem Treffen mit Staatsvertretern und ausländischen Diplomaten betonte er Irans Friedfertigkeit.”

Daraus folgt nicht notwendigerweise, dass Frau Amirpur mit den Mullahs sympathisiert, es könnte auch sein, dass sie einfach keine Ahnung hat. Aber für die SZ reicht es.
http://www.sueddeutsche.de/politik/789/489179/text/

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Kategorie(n): Ausland 

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