04.01.2013   09:16   Leserkommentare (0)*

Shitstorm zum Freitag

Die US-amerikanische Menschenrechtsorganisation Simon-Wiesenthal-Zentrum hat am Donnerstag Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Journalisten und Verleger Jakob Augstein bekräftigt. “Nur weil er ein Journalist ist, geben wir Herrn Augstein keinen Freibrief, zu sagen, was er will und sich dann hinter journalistischer Integrität zu verstecken. Seine Aussage hat keine Richtigkeit, es gibt keine Basis dafür”, sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles. http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article112396841/US-Rabbi-Wir-geben-Jakob-Augstein-keinen-Freibrief.html

Broder told The Jerusalem Post on Wednesday that “Jew-hatred is the common denominator” among the journalistic and blogger defenders of Augstein. He paraphrased a sentence attributed to Kaiser Wilhelm II – “I know no more parties, I know only Germans!” – by saying, “I don’t know any parties in Germany, I know only anti-Semites.” http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=298375

Augstein wird bestreiten, ein Antisemit zu sein. Aber die phantasierte jüdische Weltherrschaft, die Weltkriegsgefahr, die Aufregung über eine Fiktion und die Gleichgültigkeit gegenüber realen Kriegen und Kriegstoten, die Insinuationen, daß Israel hinter dem Mohammed-Film, dem Krieg in Syrien und der iranischen Bombe stecke und die Toten in den innerarabischen Machtkämpfen zu verantworten habe, die Wiederholung der Lüge vom Juden, der aus dem Antisemitismus Profit schlage, diese ganze Sammlung perfider Projektionen zeigt eine Verblendung, die mit einer Kritik an Aspekten israelischer Politik nichts mehr zu tun hat. “Wenn der Bürger schon zugibt, daß der Antisemit im Unrecht ist, so will er wenigstens, daß auch das Opfer schuldig sei” (Adorno). http://www.rainertrampert.de/artikel/jakob-augstein-plaudertasche-und-verschwoerungsideologe

Einen Fall Jakob Augstein gibt es nicht; ihn sollte es jedenfalls nicht geben, angesichts des bescheidenen Rangs dieses Mannes, von dem ich noch keinen gescheiten Satz gelesen habe. Aber was in Deutschland, anläßlich von Augstein, sich da in einigen linken Medien ausbreitet, das kann man nun nicht einfach übergehen. http://zettelsraum.blogspot.de/2013/01/zettels-meckerecke-augstein-antisemit.html

Der Sohn des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein selbst sprach von Diffamierung und verteidigte seine umstrittenen Kolumnen auf Spiegel Online als kritischen Journalismus. Henryk M. Broder wies diese Darstellung im Gespräch mit dem Tagesspiegel zurück. „Das, was Jakob Augstein betreibt, ist kein kritischer Journalismus, sondern Ausdruck seiner eigenen, ressentimentgeladenen Selbstdarstellung. Im besten Fall schlechte Literatur.“
http://www.tagesspiegel.de/medien/antisemitismus-vorwuerfe-simon-wiesenthal-zentrum-legt-gegen-augstein-nach/7586774.html

Augstein selbst hingegen sieht sich diffamiert, bloß weil er als Journalist Kritik an Israel übt.
Wie jeder Antisemit leugnet auch er, Antisemit zu sein. Niemand hat jemals behauptet, dass man Israel nicht kritisieren dürfe. Es ist die Art und Weise der Kritik, die einen Antisemiten ausmacht. Und Augstein misst beim Thema Israel mit zweierlei Maß, macht aus Tätern Opfer, klammert den Terror der Hamas vollkommen aus. Seine Äußerungen sind ganz und gar empörend, diffamierend und ekelhaft.

Warum hat es Günter Grass in diesem Jahr eigentlich nicht in die Top Ten geschafft?
Sie glauben ja gar nicht, wie schwierig es ist, ein Who’s who der Antisemiten zu erstellen, und dabei niemanden zu vergessen.
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14867

Jakob Augstein selbst sieht sich nicht als Antisemit und hat sich auf seiner Facebook-Seite bereits geäußert. Er schreibt: Das Simon Wiesenthal Zentrum sei eine wichtige, international anerkannte Einrichtung, die seinen ganzen Respekt verdiene. “Um so betrüblicher ist es, wenn dieser Kampf geschwächt wird. Das ist zwangsläufig der Fall, wenn kritischer Journalismus als rassistisch oder antisemitisch diffamiert wird”, so Augstein weiter. http://www.tagesschau.de/inland/augstein100.html

Tatsächlich muss die ganze Argumentation Augsteins in seiner Grass-Verteidigung verwundern. Schließlich ist der Schriftsteller vielleicht der bekannteste, aber bei weiten nicht der erste Deutsche mit der Mitgliedschaft in einer NS-Organisation, der sich besonders für befähigt hält, Israel zu kritisieren. Zudem kann man an vielen Passagen in Augsteins Beitrag deutlich machen, wie eine Kritik an der israelischen Regierung, die so legitim ist wie die Kritik an jeder anderen Regierung dieser Welt, umschlägt in eine regressive Israelkritik, deren Abgrenzung zu antisemitischen Bildern oft sehr dünn ist. Wenn Augstein schreibt, dass die israelische Regierung die ganze Welt am Gängelband führt, müsste ihm bewusst sein, dass man daraus das Bild von der jüdischen Weltgefahr herauslesen kann. Wenn er dann auch noch von “jüdischen Lobbygruppen” in den USA spricht, die angeblich dafür verantwortlich sind, dass die USA so fest auf Seiten Israels steht, bedient er ebensolche Klischees. http://www.heise.de/tp/blogs/6/153463

Untergegangen ist die Kritik an Augstein jedoch nicht: Zahlreiche Medien, auch in Israel, haben die Platzierung eines deutschen Journalisten auf dem Antisemitismus-Ranking des SWC aufgegriffen. Die “Tageszeitung” berichtet, der entsprechende Artikel über Augstein sei auf der Homepage der “Jerusalem Post” unter den am häufigsten gelesenen. Der Berliner “Tagesspiegel” wertet die Nennung Augsteins auf der Negativliste als “starken Tobak”. Der Feuilleton-Chef der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, Nils Minkmar, nennt die Entscheidung des SWC einen schweren intellektuellen und strategischen Fehler. Broder hingegen ist Augsteins neunter Platz zu wenig: “Er gehört weiter nach oben, auf Platz drei etwa”, sagte er der “Tageszeitung”. http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6137

Michel Friedman, TV-Moderator und ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden, warnte im Gespräch mit dem Tagesspiegel: „Ich halte die Israel-Kritik von Jakob Augstein für überzogen, falsch und unverhältnismäßig polemisch. Aber mir machen die sichtbaren Antisemiten, die braunen Mörder, die Terroristen und die hellbraunen Nazis auf Cocktailempfängen mehr Sorgen. Wenn einer 2012 wegen antisemitischer Israelkritik aufgefallen ist, dann Günter Grass mit seinem furchtbaren Gedicht. Und der hat weitaus mehr Einfluss als Jakob Augstein. Dennoch: Weder Grass noch Augstein gehören auf so eine Liste.“ Der Publizist und Buchautor Rafael Seligmann sagte nur: „Es ist mir egal, ob Augstein ein Antisemit ist. Aber er hat in Sachen Israel einen sehr begrenzten geistigen Horizont.“ http://www.tagesspiegel.de/medien/antisemitismus-vorwuerfe-henryk-m-broder-verschaerft-kritik-an-jakob-augstein-/7584150.html

Und das meint der Leser:

Sie sollten in Ihre rassistische,landraubende Heimat der Juden nach Israel ziehen, um Nethanjahu und Co. zu berichten, dass wir Deutschen nicht mehr gewillt sind, uns am Nasenring durch die jüdische Arena ziehen zu lassen. Am besten, Sie nehmen Friedman gleich mit!

Sie sind ein Nazi in Reinkultur!!!

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Kategorie(n): Inland 

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