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  14.03.2012   17:54   +Feedback

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Wie wir alle wissen, gedeiht die jüdische Kultur umso heftiger, je weniger Juden es gibt, die bei ihrer Verbreitung stören könnten. Inzwischen gibt es zwischen Garmisch und Flensburg kaum ein Dorf ohne eine “Begegnungsstätte”, die in einer ehemaligen Synagoge eröffnet wurde. Haben sich dort einmal Juden zum Gebet getroffen, so steht die “Begegnungsstätte” heute jedem offen. Die Abwesenheit von Juden ist also eine notwendige Voraussetzung für eine funktionierende Begegnungskultur.

Am 18. März wird in Niederzissen eine Erinnerungs- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Synagoge von Niederzissen eröffnet. Mit von der Partie ist auch die in Remagen berühmte Lyrikerin Irena Wachendorff, die aus diesem Anlass einige ihrer selbstgeklebten Gedichte vortragen wird. Eines davon heisst “Wie ich Jüdin wurde oder: Auschwitz mon amour”.

Möglicherweise wird auch der Mentor von Frau Wachendorff dabei sein, der Münsteraner CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz, der vor kurzem enthüllt hat, woran man Rechtsradikale erkennt, nämlich an ihren Sympathien für Israel. “Es ist allerdings auch zu beobachten, dass manche sich sozusagen zur Tarnung zu 150-prozentigen Freunden Israels gerieren, weil sie dann per definitionem keine Rechtsradikalen mehr sein können und umso ungehinderter ihre Hetze gegen Muslime vom Stapel lassen können.”

See you in Niederzissen!

(Henryk M. Broder)


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Kategorie(n): Inland 

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