11.10.2009 11:45 +Feedback
Religiöse Eiferer
Die Sarrazinaustreibung verdeutlicht: Mulkul ist kein Zustand, in welchem sich die Gesellschaft befindet oder nicht befindet, sondern eine Religion. Man kann daran glauben, man muss daran glauben, damit das Ufo landet und uns in das verheißene Land voller Fachkräfte und kultureller Bereicherung mitnimmt. Wenn es nicht kommt, liegt es an den Zweiflern und Feinden.
Ob die Zweifler und Feinde mit zutreffenden Daten oder sonstigem Blendwerk operieren, ist nicht die Frage, entscheidend ist ihre gegnerische Einstellung, aus der heraus sie agieren und die sie damit unter Beweis stellen. Die Gründe müssen jedenfalls in ihrer Person liegen, nicht in den Umständen, die sie beurteilen.
Bestenfalls billigt man ihnen Verwirrtheit, Durchgeknalltheit oder manischdepressive Paranoia zu, wie man auch in der DDR und der Sowjetunion mit Abtrünnigen verfuhr, als dort noch die Linkspartei herrschte.
Hätte L. Ron Hubbard seiner Kirche noch antirassistische Grundsätze mitgegeben, würden jetzt die Scientology-Kritiker vom Verfassungsschutz beobachtet.
Sobald Mulkul als Glaubensgemeinschaft anerkannt ist, können die Aufschreier Sarrazin wegen Herabwürdigung des religiösen Bekenntnisses drankriegen.
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