Michael Miersch 30.04.2008 17:31 +Feedback
Post vom Rapunzel-Stammtisch
Bisher dachte ich, die Freunde der Bio-Karotte seien zwar etwas leichtgläubig aber ansonsten friedliche Zeitgenossen. Das war wohl ein Irrtum. Nachdem ich gestern in der Talkrunde von Sandra Maischberger ein paar mal zu Wort kam, erhielt ich reichlich Post. Diese Zuschriften lassen darauf schließen, dass Bio-Karotten eine Droge enthalten, die besonders gehässig macht. Hier eine durchaus repräsentative Auswahl:…ihr armseliges, unqualifiziertes Geschwätz ist (heute abend gesehen bei “Menschen bei Maischberger") ärgerlich.
M. Löwenherz, Unternehmer aus Hamburg. Und so geht es weiter:
eingebildet. gekauft. nahezu dumm. und blind. noch dazu ohne anstand.
hugo,
…Der beste und klügste Satz kam an diesem Abend von Frau Maischberger, als Sie zu Ihnen sagte, dass Sie auch andere Meinungen bzw. Einstellungen akzeptieren sollten. Natürlich argumentierten Sie daraufhin mit Fehlinformationen in den Ausführungen von Herrn Wilhelm. Sie besitzen natürlich sehr viel Fachwissen und haben sich auch tiefgründig mit den Thematiken, die in dieser Sendung (an-)diskutiert wurden auseinandergesetzt. Dies kann und möchte Ihnen sicherlich niemand abstreiten. Jedoch stellte sich für mich des Öfteren die Frage, woher Ihre maßlos übertriebene Arroganz herrührt? Aufgrund des Fachwissens? Wissen, egal wie tiefgründig, kann man sich aneignen. Hierzu sind keine besonderen, auffallenden, herausragenden oder besonders vorzeigbaren Eigenschaften notwendig, auf die Ihre Arroganz gründen könnte. Auch der Erfolg Ihrer Dokumentationen, Veröffentlichungen und Bücher kann wohl nicht den Ausschlag geben. Verkaufsrang 3052 bei amazon.de ist meiner Meinung nach nicht gerade ein Grund für übertriebene Selbstverherrlichung. Na dann hoffe ich für Sie, dass Sie es mit einem neuen Werk, über ein medienwirksames Thema mit dem man ein paar Euros abgreifen kann, das Sie sicherlich wieder finden werden, wenigstens in die Top 1000 schaffen werden. Viel Glück!
Pierre,
…Mir ist schleierhaft wie Sie ohne den notwendigen Einblick, durch fundierte Ausbildung bedingt,in die doch recht komplizierte Materie der Gentechnik so vehement Stellung beziehen können. Es ist meine Überzeugung das es bei der Genwirtschaft ausschließlich um Machterlangungsfragen geht. Ob das Genzeug gesund oder ungesund ist spielt wenn überhaupt lediglich eine Marketing Rolle. Die ganze Branche sieht sich in einem “Goldrausch” der selbst Klondyke in den Schatten stellen wird.
Die Welt gerät in die Hände von studierten Verbrechern mit kranken Hirnen und sauberen Anzügen. Ich frage sie ob Ihnen klar ist diesen das Wort zu reden und sich damit ohne recht zu wissen “was und warum “an einer Entwicklung beteiligen die zum Schaden vieler möglicherweise auch Sie in Mitleidenschaft ziehen wird?
Johannes Eggenberger,
…Zu Ihrem peinlichen Auftritt als Fachidiot bei Maischberger möchte ich kurz Stellung nehmen. Interessant war,dass Sie immer wieder in die Kamera schauten, während Sie Ihren Mist zum Besten gaben; nun ja, wer per PayPal um Geld bettelt, hat wohl solchen Medienzirkus bitter nötig. Den Vogel schossen Sie allerdings mit Ihrer Bemerkung zu den Bananen-Genen ab, als Sie den erstaunten Zuschauern erklärten, zu wieviel Prozent ein Mensch die selben Gene habe wie eine Banane.Dabei haben Sie es mit der Wahrheit nicht allzu genau genommen, denn Sie bestehen sicher zu 95% aus Bananengenen. Wie sonst wäre Ihre Dummheit zu erklären.
A. Winheim,
…ich habe gestern Abend Ihren Auftritt in der ARD bei Maischberger gesehen und mir fehlen die Worte. Grundsätzlich interessiere ich mich für alles, schaue solche Diskusiionssendungen niemals an. Ich habe nur herungeschaltet und blieb daran hängen. Also Ihr Auftritt war wirklich unter aller Sau. Sie im Fernsehen mit solch einem unwürdigen Verhalten ist schon unglaublich. Ich hätte sie hinausgeschmiessen. Sie haben für einen erwachsenen Mann ein Verhalten an den Tag gelegt - dauernd dazwischengequatscht, nicht zu gehört. andere Meinungen torpetiert, den Kopf geschüttelt, nicht zugehört, so getan, als hätten Sie die Weisheit mit Löffeln gefuttert, andere abgetan, ausgelacht .... etc. Ich muss Ihnen sagen, das ist unwürdig, und so etwas im Fernsehen wo viele Menschen zuschauen - was für ein Vorbild sind Sie eigentlich und was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind? Ihr Auftrit war unglaublich intolerant und unwürdig! Was Sie zu sagen hatten, hat mich zudem in keiner Weise auch nur ansatzweise interessiert, war auch nicht gut. Da hatten die anderen Gäste schon mehr mitzuteilen. Das wollte ich Ihnen schreiben. Für mich persönlich war ihr Auftritt eher peinlich als der Runde nützlich. So kann man sich doch nicht benehmen. Zudem hatte man auch den Eindruck, (despotisch - dass sie andere Meinungen nicht gelten lassen???!!!) dass sie sich über die anderen Gäste lustig machten, in dem sie über das was sie versuchten zu sagen, von vornherein abgewertet haben.
Auf eine Rückantwort ihrerseits lege ich zudem keinen Wert.
Grimm Monika,
…In meiner Jugend gab es Fleisch höchstens Sonntags und das nicht immer. Es gab ansonsten hauptsächlich Produkte aus dem eigenen Garten. Wir alle lebten sehr gesund.
Gedüngt wurde mit dem “Mist aus der eigenen Grube”. Der Grubeninhalt bestand wie üblich aus den Garten-/bio Hausabfällen und dem Inhalt des “Plummsklo”. Es bedurfte also keiner Düngeprodukte tierrischen Ursprungs.
Hackenberger Bernhard,
…Wie kann man als Wissenschaftsjournalist nur Sätze wie ‘’… wir sind so sicher wie noch nie.’’ im Zusammenhang mit Gentechnik von sich geben ?! Es gab zwar in den 50er Jahren auch Leute im TV die Uran-Brennstäbe in die Hand nahmen, um deren Ungefährlichkeit zu demonstrieren, aber Ihre Argumente waren wirklich sträflich einseitig. Was Sie da von sich gegeben haben, ist wirklich beschämend für Wissenschaft, wie auch für den Journalismus. Ganz übler Populismus, der wahrscheinlich notwendig ist, wenn man Ihre Bücher bewerben muss. Besonders unsympatisch macht Sie zusätzlich Ihr hämisches Lachen was Sie während der Sendung Maischberger von sich gegeben haben. Sie triefen ja förmlich vor Arroganz und Allwissenheit. Weiterhin viel Erfolg bei der Lobbyarbeit.
Christoph Breese,
…das war bestimmt kein großer Wurf von Ihnen bei Frau Maischberger.Ich habe den Eindruck, Sie haben von der Gentechnik keine Ahnung und wollten sich nur wichtig machen. Wenn sie hier erzählen, dass es in der Vergangenheit schon immer so war, dann müssen Sie auch benennen, dass dies durch Kreuzungen enstanden ist. Die Gentechniker arbeiten aber mit artfremden Eigenschaften. Sie integrieren z.B. DNS-Abschnitte aus anderen Pflanzen, aus Viren, Bakterien oder Tieren in die Erbsubstanz einer Feldfrucht. Wer garantiert aber, dass die neu eingebaute Erbsubstanz den planzlichen Stoffwechsel in nicht geplanter Weise beeinflißt und dadurch Mensch und Umwelt unkontrolliert schädliche Substanzen enstehen. Sie lehnen den ökologischen Landbau ab. Gerade Gabriel ist es, der diese Entwicklung begrüßt, weil hier schädliche Klimagase eingespart werden. Auch Töpfer befürwortet dies. Jede neue gentechnisch veränderte Pflanze wird vom Herstellerkonzern patentrechtlich geschützt. Was für die Bauern den Verlust des natürlichen Nachbaus ( der Bauer hebt sich die besten Teile seiner Ernte für die Aussaat auf) bedeutet. Schon jetzt müssen Bauern, die GVO säen, einen Urheberrechtsvertrag unterzeichnen, das Saatgut jährlich neu kaufen und Lizenzen für die Ausssaat zahlen. Die Folge der uneingeschränkten und weltweiten Nutzung wäre ein Monopol auf Lebensmittel. Wenige Konzerne hätten dann die Macht über die gesamte Lebensmittelproduktion der Welt. und könnten so durch Nichtverkauf von Saatgut ganze Staaten erpressen. Sie und der Prof, Stadler sind Witzbolde wenn Sie beide behaupten, durch GVO würden die Nahrungssicherung weltweit gesichert werden. Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Gebietsspezifische Kreuzungen und Mutationen haben dazu geführt, dass bestimmte Pflanzen auf bestimmten Böden und unter bestimmten Wetterfolgen besser Wachsen. Das ist keine Arbeit von Genetikern der Gentechnikfirmen, dies ist der Natur und der Arbeit von Generationen Bauern zu verdanken. Ohnehin werden die GVO nicht für karge Wüstenböden konzipiert, um damit dem Hunger in der Dritten Welt entgegenzuwirken, sondern vornehmlich gegen ein Totalherbizit mit dem Namen RoundUp. Wenn die grüne Gentechnik weiterhin in Europa und der Welt Einzug hält, dann werden die Hungerkatastrophen eher zu, als abnehmen. Hinsichtlich des Salatblattes von dem Professor, lag ich fast am Boden. Pflanzen, und das ist bewiesen, haben kein Nervengerüst, können also keine Schmerzen empfinden, wenn man sie ißt. Der Mensch ist hinsichtlich seines Gebisses, seines langen Darmes und seiner wenigen Salzsäure im Magen ein Pflanzenfresser. Die Tiere haben Reißzähne, einen sehr kurzen Darm und sehr viel Salzsäure im Magen. Durch Tausende von Studien ist bewiesen, dass der Verzehr von Fleisch das Herz schädigt, Kreislauferkrankungen enstehen, Gicht und Diabetes, und vorallem Darmkrebs. Aber was kümmert das alles Ihnen, Sie sind eingeladen worden und sind für ihr Gelabere reichlich entlohnt worden. Man sollte sich aber gemüßigt fühlen, immer bei der Wahrheit zu bleiben, d.h. glaubhaft bzu sein. Wir können uns aber freuen, dass Deutschland wenigsten in einer Sache auf Platz 1 steht und das ist die Fettsucht und die besteht nicht nur in Ostdeutschland, werter Herr Miersch. Schlimm ist es nur, dass sich in Deutschland jetzt dazu noch eine “Generation doof” entwickelt. Vor der Wende hatten wir uns immer köstlich amüsiert, wenn im Westfernsehen kritisiert wurde, wie doof doch westdeutschen Kinder waren und vorallem es wurden auch noch reichliche Beispiele vorgeführt. Das gilt natürlich für Sie nicht.
Martin Schmitz (65), Magdeburg,
…ich habe mir gestern die Sendung von Frau Maischberger, in der ARD, angesehen. Sie waren, wie sie ja selber wissen, als Gesprächspartner eingeladen.
Nun, ich hatte vorher noch nie etwas von ihnen gehört! Ich war überrascht, nachdem ich ihren bisherigen Werdegang im Internet lesen konnte, dass sie einer derjenigen waren, die sich am schlechtesten vorbereitet hatten. Obwohl sie, wie ich vermute, auch ihr neues Buch promoten wollten. Das hat bei mir leider nicht funktioniert.
Denn sie haben die allgemeinen Regeln der Kommunikation nicht eingehalten. Um mit einer anderen Person eine wissenschaftliche und öffentliche Diskussion zu führen, muss dieser Person erst einmal zugehört werden. Durch ihr ständiges Reingerede, konnten einige der interessanten Themenpunkte nicht ausgeführt werden. Das half gerade bei diesem sensiblen Themenbereich nicht weiter. Ich habe auch nicht verstanden, warum sie ständig das Wort “Dünger” in den Mund genommen haben. Weder führten sie dieses Thema weiter aus, noch konnten sie Optionen aufzeigen. Sie hatten es auch scheinbar sehr auf ihren Couch-Nachbarn abgesehen. Dieser hatte kaum eine Chance auf ihre Zwischenrufe einzugehen. Das hätte einer ordentlichen Diskussion weiter geholfen. Sie haben mich mit ihren Argumenten nicht überzeugt, obwohl ich weder ein Öko, noch ein Vegetarier bin. Aber vielleicht liegt es daran, dass sie mich mit einem ihrer Aussagen mehr getroffen haben, als ich es selber gedacht hätte.
“… schauen sie sich doch mal die Menschen im Osten an.” Diese Aussage bezog sich auf eine Anspielung auf die dickeren Menschen in Amerika, und so hatten sie daraufhin argumentiert. Ich kann mich nicht erinnern, dass in den diversen Gesundheitsberichten und Studien über die immer dicker werdende Bevölverung in Deutschland, es einen evidenten Hinweis darauf gibt, dass die Bevölkerung in Ostdeutschland dicker wäre, als der Bürger im Westen. Ich hoffe sie haben einen guten und aufmerksamen Image-Berater bzw. einen Trainer, der ihnen hilft, noch einmal das “öffentliche Reden” zu lernen.
Eine aufgeklärte junge Studentin aus dem Osten
Caro,
…Ich habe gestern die Sendung “Mensche bei Maischberger” gesehen und war sehr amüsiert über einige Ihrer Aussagen im Gespräch mit Herrn Dargatz. Leider war es aber auch zum Weinen insbesondere an der Stelle als sie meinten, der Tod der Kinder, die von ihren Eltern mangelhaft ernährt wurden, basiert auf der Ideologie des Veganismus. Macht es den Tod der Kinder schlimmer, weil sie vegan ernährt wurden. Herr Dargatz hatte sehr klar dargelegt, dass die Eltern der Kinder unverantwortlich gehandelt haben. Natürlich ist die vegane Mangelernährung schuld am Tod der Kinder, aber es ist doch nicht die Schuld des Veganimus, dass die Kinder starben. Es sterben auch Kinder, deren Eltern Omnivore sind. Informieren Sie sich doch bitte ausführlich über Veganismus, bevor Sie sich auf eine Dikussion einlassen, denn die Diskussion gestern war unterstes Niveau!!! Zusätzlich frage ich mich, warum Sie gegen Tierrechte sind? Haben diese nicht ebenso ein Recht auf Leben wie wir?
Karl-Ludwig Lehmann,
Und zum krönenden Abschluss kommt noch Rudi von der Seite http://www.tierrechts-foren.de zu Wort:
…Ist der Miersch [Labertasche] (Was für ein widerliches A...) eigentlich sowas wie Krusty der Clown bei den Simpsons am heutigen Abend? (Bauern die keine Gentechnik verwenden sind dumm - Zitat Miersch: “Wir teilen 30% unserer Gene mit der Banane” Anmerkung Rudi: Miersch sicherlich mit 100%)…
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Kategorie(n): Panoptikum

