19.09.2008 09:21 +Feedback
Outsourcing anti-Semitism
The intense, disproportionate attacks masked under the phrase “Israel criticism,” or the very questioning of the Jewish state’s right to exist, cannot simply be excused as legitimate critique. The practical implications of much of the anti-Zionist rhetoric, after all, would mean the dissolution of Israel. Hence, it is the anti-Zionist Jews themselves who are widening the pool of enemies.
Contemporary Germany provides a good example of this. The major media here have largely outsourced their Israel discussion to anti-Israeli Jews. One of the latter, a self-styled journalist named Evelyn Hecht-Galinski, has equated Israel’s policies with those of Nazi Germany, and argued that a “Jewish-Israel lobby with an active network extends around the world, and thanks to America, its power has become great.”
In raging against the Jewish state, critics like Hecht-Galinski serve to symbolically inoculate non-Jewish Germans against the charge of anti-Semitism and bias against Israel. The rejoinder, “but Jews themselves say this,” has become a standard defense, a type of kashrut seal that justifies comparing Israel with Nazi Germany, or blaming Jews for rising global anti-Semitism. http://www.haaretz.com/hasen/spages/1022590.html
See also:
Jews attacking Jews
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1020490.html
Und hier ein besonders schönes Beispiel für das Outsourcen des Antisemitismus:
Badische Zeitung vom Freitag, 19. September 2008
Evelyn Hecht-Galinski befindet sich in keiner schlechten Gesellschaft
Die mutige und aufrichtige Evelyn Hecht-Galinski wird wegen ihrer Kritik an der Politik der israelischen Regierung nun auch vom Zentralrat der Juden als Antisemitin bezeichnet. Sie findet sich bei dieser Auseinandersetzung in keiner schlechten Gesellschaft.
Jeshajahu Leibowitz, ehemaliger Professor für Chemie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, schrieb: “Der Autonomieplan ist nichts anderes als ein heuchlerischer und gemeiner Trick, um die jüdische Gewaltherrschaft über das palästinensische Volk aufrecht zu erhalten (Wir verhalten uns in den besetzten Gebieten, der West-Bank, dem Gaza-Streifen und im Libanon, wie sich die Nazis in den von ihnen besetzten Gebieten verhalten haben. ( Wir haben keine Vernichtungslager errichtet, aber eine Mentalität, welche die Vernichtungslager ermöglichte, gibt es auch bei uns. (Das Schreckliche an der Sache ist, dass wir auf diese Tatsache hinweisen müssen, um zwischen uns und den Nazis zu unterscheiden” (aus: Gespräche über Gott und die Welt, Inselverlag 1994).
Professor Shakak, Überlebender des Warschauer Ghettos und des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, hält den Ausdruck “Juden-Nazi” für zutreffend, um die Methoden zu charakterisieren, die von den Israelis angewendet werden, um die Palästinenser zu unterdrücken (aus: Jüdische Geschichte, jüdische Religion, Verlag Lühe 1998).
Uri Avnery, jüdischer Träger des alternativen Nobelpreises, sagte, dass Premier Sharon den Frieden nicht wolle und mindestens drei seiner Minister “ganz offen die ethnische Säuberung propagieren” , also rassistisch motivierte Gewalt gutheißen. Felicia Langer, ehemals Verfolgte und Menschenrechtsanwältin, ebenfalls Trägerin des alternativen Nobelpreises, hält das israelische Rechtssystem für eine Farce. Sie verurteilt die israelische Politik und die Methoden grausamer Unterdrückung der Palästinenser. Der Gaza-Streifen sei ein kolossales Ghetto (Interview in der BZ vom 24. April 2008).
Dr. Meir Margalit, Historiker, bezeichnet die widerrechtliche Besetzung der Palästinenser-Gebiete als unmenschlich. Prof. Rolf Verleger weist auf den grundsätzlichen Widerspruch zwischen Judentum und Zionismus hin. Er bezeichnet die Politik Israels als Irrweg. Sie raube dem Judentum seine Seele und seine Identität.
Der wohl berühmteste Geiger des 20. Jahrhunderts, Yehudi Menuhin, war entsetzt über die “absolute Skrupellosigkeit” und Härte der Besatzer. Er wurde wegen seiner Kritik an Israel der “Hetze” bezichtigt und war jahrelang in Israel persona non grata, unter anderem weil er zugunsten palästinensischer Flüchtlinge ein Benefizkonzert gegeben hatte.
Nach Menuhin ist der einzige Weg für das jüdische Volk, anderen jenes Verständnis und Mitleid entgegenzubringen, das sie selbst so selten erfahren durften (Gerard Menuhin, Die Antwort, Verlag FZ 2007).
Dr. Hans-Joachim Ballstaedt, Freiburg
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/1,51-24676195.html
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Kategorie(n): Wissen


