Dr. Benny Peiser 06.05.2008 09:47 +Feedback
Offshore-Windkraft-Projekt droht zu versinken
Während sich die britischen Medien mit der Kommunalwahl beschäftigten, gab der Energiekonzern Royal Dutch Shell lapidar bekannt, dass er sich aus dem gigantischen Offshore-Windkraft-Projekt in der Themse-Mündung zurückzieht. Damit wackelt nicht nur die größte Windfarm der Welt, sondern auch ein Eckpfeiler der britischen Klimaschutzpolitik. Hauptbetroffene sind zunächst der deutsche Energieversorger Eon und sein dänischer Partner Dong. Sie müssen nun einen Abnehmer für Shells Drittel am “London-Array"-Projekt finden, bevor sie die Aufträge im Milliardenvolumen vergeben können. Entsprechend enttäuscht äußerte sich Umweltminister Hilary Benn: “Viele Menschen werden sich fragen, warum Shell das tut, noch dazu in einer Woche, in der das Unternehmen Rekordgewinne vorlegt.” Eine Sprecherin des Konzerns verwies unbeeindruckt darauf, dass sich die Mega-Windfarm einfach nicht mehr lohne. Die wirtschaftlichen Bedingungen hätten sich verschlechtert; die Preise für Stahl und Turbinen seien enorm gestiegen. Shell konzentriere sich jetzt auf den Bau von Windfarmen auf dem Festland in den USA. Sie seien leichter und billiger zu bauen und zu warten und würden dort besser gefördert.
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Kategorie(n): Wirtschaft

