Fundstück 19.01.2012 01:43 +Feedback
Nix wie weg! Nach dem Atom-Ausstieg der Gentechnik-Ausstieg
An demselben Tag, an dem bekannt wurde, dass Deutschland nunmehr wegen einer verkorksten Energiewende und einer schlechten Ernte zum Getreide-Nettoimporteur wird, verkündete der weltweit größte Chemiekonzern, die Ludwigshafener BASF zwei weitreichende Entscheidungen, nämlich die Forschung zur grünen Gentechnik aus Deutschland in die USA zu verlagern und, was häufig übersehen wird, auch keine Projekte für den deutschen oder europäischen Markt zu verfolgen. Der Schritt sei eine Reaktion auf die fehlende Akzeptanz der grünen Gentechnik in weiten Teilen Europas, hieß es. Mit diesem Paukenschlag findet ein Prozess sein Ende, der schleichend schon vor einigen Jahren in der Pflanzenzüchtung eingesetzt hatte. Das Signal ist klar: Die Forschung geht weiter, nur nicht mehr hier und nicht mehr für uns. Auch die Pflanzenforschung an Universitäten und anderen öffentlichen Instituten veränderte sich: Entweder wandten sich die Wissenschaftler weniger konfliktträchtigen Feldern zu oder auch sie gingen ins vornehmlich angelsächsische Ausland. Diese Entscheidungen sind angesichts des in unserem Lande vorherrschenden Meinungsklimas nur zu gut nachvollziehbar. Panikmache und Vorurteile ersticken hier jede rationale Debatte über Vor- und Nachteile der grünen Gentechnik bereits im Keim. Während Untergangspropheten wie Percy Schmeisser, Vendana Shiva oder neuerdings auch ein gewisser Don Huber mit abstrusen Theorien über die angeblich ungeheuerlichen Gefahren der Biotechnologie durch die deutschen Lande touren und ein gläubiges Publikum abzocken, müssen Wissenschaftler sich von durchgeknallten Verschwörungstheoretikern aus obskuren „Projektwerkstätten“ diffamieren lassen…Hier lesen
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Kategorie(n): Inland Wissen Wirtschaft


