18.09.2012   17:25   +Feedback

Nachdenken über die Grenzen der Meinungsfreiheit

Die französische Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ will in ihrer neuen Ausgabe am Mittwoch mehrere Karikaturen des Propheten Mohammed drucken. Die Zeichnungen würden „jene schockieren, die schockiert werden wollen, wenn sie eine Zeitschrift lesen, die sie sonst nie lesen“, sagte der Zeichner und Direktor der Wochenzeitschrift, Charb, am Dienstag dem Fernsehsender iTélé. Angesichts der wegen des islamfeindlichen Films ohnehin angeheizten Stimmung bei Muslimen stieß die Ankündigung umgehend auf Kritik.
http://www.focus.de/politik/ausland/neue-provokation-franzoesische-satire-zeitschrift-will-mohammed-karikaturen-drucken_aid_822362.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article109314106/Magazin-veroeffentlicht-neue-Mohammed-Karikaturen.html

Der in den USA produzierte anti-muslimische Film “Innocence of Muslims” (“Die Unschuld der Muslime”) hat die ägyptische Justiz auf den Plan gerufen. Der Generalstaatsanwalt erließ Haftbefehle gegen den mutmaßlichen Regisseur Nakoula Basseley Nakoula, den islamfeindlichen US-Prediger Terry Jones und sechs ägyptische Kopten, die im Ausland leben. Ihnen werde vorgeworfen, den Islam beleidigt und öffentlich angegriffen sowie falsche Informationen verbreitet zu haben, teilte das Büro des Staatsanwalts mit. Ägypten verlangte die Auslieferung der Personen. Gegen die Angeklagten könnte die Todesstrafe verhängt werden.
http://www.tagesschau.de/ausland/mohammed-schmaehfilm100.html

Das Bundesinnenministerium sieht eine rechtliche Möglichkeit, die öffentliche Vorführung des islamfeindlichen Videos zu untersagen. Der Filmtrailer beinhalte mehrere klare Beleidigungen und Schmähungen des islamischen Glaubens, sagte ein Ministeriumssprecher. Die vergangenen Tage hätten deutlich gezeigt, dass diese Beschimpfungen geeignet seien, den öffentlichen Frieden empfindlich zu stören. Ohne einer staatsanwaltschaftlichen Prüfung vorzugreifen, sprächen deshalb gute Gründe dafür, von einem Verstoß gegen Paragraph 166 des Strafgesetzbuches auszugehen.
http://www.n-tv.de/politik/Innenministerium-sieht-Blasphemie-article7254296.html

Der “religiöse” Führer des Terrorstaates Iran, Ajatollah Ali Khamenei, hat “Zionisten” für das anti-islamische Video verantwortlich gemacht, das seit Tagen für gewalttätige Ausschreitungen, Brandstiftungen und Morden an Diplomaten in der islamischen Welt sorgt. http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=10459

Vor der Botschaft der USA findet am Samstag, den 15. Spetember 2012, unter den Augen der Polizei eine Demonstration statt, auf der ca. 200 Muslime zur Judenvernichtung aufrufen. Obgleich es in Frankreich gesetzlich verboten ist, in der Öffentlichkeit so verkleidet herumzulaufen, beteiligen sich an der Demonstration, der ersten ihrer Art im Westen, zahlreiche in Niqab gehüllte Frauen (?). DREUZ.info dokumentiert mit einem Video von 4:55 Minuten Dauer die Szene und kommentiert sie. Leser von DREUZ.info ergänzen die Beobachtungen. Ein zweites Video von 2:15 Minuten Dauer, von einer russischen Website, über den islamischen Mob in Paris setzt DREUZ.info später darunter: Djihad à Paris. http://eussner.blogspot.fr/2012/09/islam-in-paris-fordern-muslime-die.html

In der islamischen Welt nehmen die Proteste gegen das Video «Die Unschuld der Muslime» kein Ende. Es kommt zu gewalttätigen Ausschreitungen, westliche Botschaften werden angegriffen. Das ist beängstigend und zwingt den Westen, über allfällige Grenzen der Meinungsfreiheit nachzudenken. http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/drs2aktuell/2643.bt10241399.html

“Sein Tod ist ein Geschenk”: Das Terrornetzwerk al-Qaida begrüßt die Tötung des amerikanischen Botschafters in Libyen - und ruft wegen des Schmähvideos zum Mord an weiteren US-Diplomaten auf. Auch der Macher des umstrittenen Films soll getötet werden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/al-qaida-ruft-wegen-mohammed-video-zum-mord-an-us-diplomaten-auf-a-856538.html#ref=rss

Das Terrornetzwerk Al Qaida hat wegen des umstrittenen Mohammed-Films offen zum Mord an amerikanische Diplomaten aufgerufen. Offenbar als Vergeltung für das im Internet kursierende Video verübten militante Islamisten am Dienstag in Afghanistan einen Selbstmordanschlag, bei dem es mindestens zwölf Tote gab. http://www.tagesspiegel.de/politik/terrornetzwerk-al-qaida-ruft-zum-mord-an-us-diplomaten-auf/7148944.html

Es ist in der Tat ein sonderbares Phänomen, dass Männer, die die Steinigung einer vermeintlichen Ehebrecherin mit müdem Achselzucken hinnehmen, aber schluchzend in sich zusammensinken, wenn sie hören, dass ihr Prophet satirisch auf die Schippe genommen wurde. Erklären lässt sich dies nur mit der partiellen Denk- und Entwicklungshemmung, die mit religiöser Indoktrination einhergeht. Warum nun speziell dieses Video solch massive Proteste hervorrief? http://www.cicero.de/salon/mohammed-video-eine-skandaloese-umkehrung-des-taeter-opfer-prinzips/51908

Erst schien es so, als sei Nakoula, auch unter dem Namen Sam Bacile bekannt, der Hauptverantwortliche. Langsam stellt sich aber heraus, dass an der Entstehung und Verbreitung des Videos ein ganzes Netzwerk antiislamischer Propagandisten beteiligt war: Blogger, Aktivisten, ägyptische Kopten in den USA. Der progressive Autor Max Blumenthal spricht in diesem Zusammenhang von einer “Achse der Islamophobie”. Seiner Ansicht nach ist das dieselbe Achse, die auch den norwegischen Mörder Anders Behring Breivik “hervorgebracht” habe. http://www.spiegel.de/politik/ausland/unschuld-der-muslime-das-sind-die-macher-des-mohammed-films-a-856420.html#ref=rss

Es sei „völlig richtig“ zu prüfen, ob es sich bei einer Vorführung um eine strafbare Handlung handele. Deutschland wolle das Signal aussenden, dass „wir ein tolerantes Land bleiben“. Das Video kränke viele Menschen; die Beschimpfung einer Religion sei in Deutschland untersagt. Die Meinungsfreiheit sei in Deutschland ein hohes Gut, aber nicht grenzenlos, sagte Westerwelle im Deutschlandfunk.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/debatte-ueber-schmaehfilm-meinungsfreiheit-ist-nicht-grenzenlos-11894384.html

In Freiburg soll am Freitag die erste Kundgebung gegen das umstrittene “Mohammed-Video” stattfinden. Angemeldet wurde die Demonstration nach Informationen des SWR von einem Mann, der der radikalislamischen Hisbollah nahestehen soll. Die Sicherheitskräfte befürchten gewaltsame Ausschreitungen. http://www.tagesschau.de/inland/mohammed-demo100.html

Obgleich Blasphemie weder im Koran noch in der Überlieferung der Taten und Aussprüche des Propheten vorkommt, hat die islamische Rechtsprechung, die Scharia, den Begriff verfestigt. Geschützt sind an erster Stelle Gott und sein Prophet sowie dessen Familie. Von ihnen in herabsetzender Form zu sprechen oder sie bildlich darzustellen, ist verboten.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/islam-und-der-westen-hass-auf-die-erben-der-kreuzzuegler-1.1470706

Auch die hiesigen Medien verwechseln im Fall des Mohammed-Videos großflächig Ursache und Wirkung. Besonders krass ist ein Kommentar in der Frankfurter Rundschau, in dem um Zensur gebettelt wird, weil durch das Video u.a. vier US-Diplomaten in den Tod getrieben worden seien. Aber nicht das Video hat die Diplomaten getötet und das Video hat auch in Kabul keinen Selbstmordanschlag verübt, bei dem zehn Menschen starben. Das waren schon islamistische Exrtremisten, die sich durch das Video provoziert fühlten. http://meedia.de/nc/print/mohammed-film-die-oeffentliche-unsicherheit/2012/09/18.html

Wem wollen Sie denn zur Hilfe eilen? In Ägypten den Militärs oder den Muslimbrüdern? Wollen Sie den Salafisten helfen, die von Saudi-Arabien finanziert sind, aber die rabiatesten Gegner des Westens sind und bei uns Leute rekrutieren? Auf wessen Seite wollen Sie sich stellen? Der Westen kann sowieso nichts machen. Er ist auch militärisch dazu nicht in der Lage.
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Peter-Scholl-Latour-Interview;art27856,4438998#.UFhafBi0at3

Der Mohammed-Film ist für ihn «ein böswilliges Stück Müll», doch die Reaktionen seien völlig überzogen: «Die muslimische Welt muss aus diesem Denkmuster heraus finden.» Der Schriftsteller zweifelt allerdings daran, dass sie dazu fähig ist. Als Reaktion auf den Film hat eine iranische Stiftung das auf Rushdie ausgesetzte Kopfgeld auf 3,3 Millionen Dollar erhöht. Doch Salman Rushdie will sich nicht länger einschüchtern lassen. Heute ist er ein freier Mann, und er will es laut dem «Guardian» für den Rest seines Lebens bleiben. http://www.20min.ch/ausland/dossier/islam/story/Leben-mit-der-staendigen-Bedrohung-25226641

(.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen))


Permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

Helfen Sie uns Die ACHSE DES GUTEN noch besser zu machen
und auszubauen!

Spendenkonto
Kontonummer: 4801474
Augusta-Bank, Augsburg
Bankleitzahl 720 900 00
Internationale Bankleitzahl BIC GENODEF1AUB
Internationale Konto-Nr. IBAN DE27720900000004801474

Google-Anzeige