David Harnasch 27.06.2011 19:08 +Feedback
Manager vs. Unternehmer
Nichts langweiliger, als Manager-Bashing. Muss aber manchmal leider sein. Bekanntlich haben 50 Spitzenmanager per Anzeige dazu aufgerufen, den Euro zu “retten” wohlgemerkt: Mit Steuern, denn weder die Manager selbst, noch die von ihnen gemanagten Unternehmen sind noch bescheuert genug, beispielsweise Griechische Staatsanleihen zu horten. (Grade bei Facebook gelesen: “Chuck Norris kauft Griechische Staatsanleihen") Andernfalls fänden sich die Herren Manager wohl auch schnell von ihren Aktionären verklagt vor Gericht wieder.
Selbstverständlich schreit eine solche Aktion nach einer Antwort aus der Bürgerschaft, die da lautet ”Kauft den Ramsch doch selber!”
Nicht ganz so plakativ, inhaltlich aber auf derselben Linie äußerte sich nun die “Stiftung Familienunternehmen”:
„Mit der Euro-Rettungsschirm-Politik hat die Bundesregierung einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“, meint Hennerkes. In der „Berliner Erklärung“, der sich 100 Inhaber aus dem Kreis führender deutscher Familienunternehmen angeschlossen haben, und die heute auch allen Mitgliedern des Bundestags zugeht, wurde die Politik aufgefordert, die Währungsunion auf eine neue Grundlage zu stellen. Hennerkes: „Die Risiken, die auf Deutschlands Haushalt zukommen, sind sonst unabsehbar“.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass Unternehmer tatsächlich ein vollkommen anderes Verantwortungsbewusstsein pflegen, als angestellte Manager.
(Wolfgang Grupp von Trigema lies per Boten aus dem Maischbergerwillplasbergillnerstudio seine Zustimmung übermitteln, munkelt man.)
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Kategorie(n): Wirtschaft


