14.12.2012   13:24   Leserkommentare (0)*

Licht ins Dunkel - eine Verschlimmbesserung

Ulf Dunkel, Landtagskandidat der Grünen in Niedersachsen, bittet uns, die folgende Klarstellung zu veröffentlichen. Zugleich verwahrt er sich gegen die “einseitige Diffamierung”, als “Günter Grass der Grünen” bezeichnet zu werden. Sollten wir damit seine oder die Gefühle von Günter Grass verletzt haben, so möchten wir betonen, dass dies durchaus unsere Absicht war. (hmb)

Sehr geehrte Damen und Herren von “Die Achse des Guten”.

Mir wurde mitgeteilt, dass sie einen Wutausbruch von mir bei Facebook heute morgen als “Fundstück” in Ihrer Website eingestellt haben: http://networkedblogs.com/FWpqL

Dazu weisen Sie darauf hin, dass dieser siebenzeilige Text auch schon in der “Freitag-Community” “mit den milieutypischen Ergänzungen” zitiert worden ist. In dieser Website wurde der Text ohne mein Wissen mit Kommentaren des dort veröffentlichenden Herrn Kunibert Hurtig eingebettet, zudem noch so schlecht formatiert, dass man nicht deutlich erkennen kann, welcher Text von mir und welcher von ihm ist.

Ich bitte höflich zu beachten, dass ich für diesen Wutausbruch längst wie folgt um Entschuldigung gebeten habe:

Klarstellung und Bitte um Entschuldigung:

Ich habe am 6. Dezember 2012 die gefeierte britische Fernsehdokumentation “It’s a Boy!” des jüdischen Filmemachers Victor Schonfeld angesehen. Diese Doku lässt Menschen über ihre Gründe für eine Beschneidung ihres Jungen aus religiösen Gründen sprechen und zeigt u.a. Beschneidungen in Bild und Ton, zeigt Fotos von Kinderpenissen, die nach der Beschneidung schlecht verheilten oder entstellt waren, lässt Väter und Mütter zu Wort kommen, die im Nachhinein die Beschneidung bereuen oder versuchen, sich gegen den starken Druck ihrer Community zu wehren und ihre Jungen unversehrt zu lassen.

Bild und Ton haben mich, wie viele andere Menschen auch, die diesen Film gesehen haben, völlig verstört, weil hier nichts von der bisher immer so verharmlosend dargestellten Problemlosigkeit gezeigt wurde, sondern Schmerzen zu sehen und vor allem zu hören waren. Das Geschrei der Kinder hat mein Herz so sehr bewegt, dass ich vor Verzweiflung hätte schreien können.

Und dann habe ich im Affekt meine ersten Eindrücke über den Film in einer Facebook-Gruppe geschrieben, habe meine Wut und meine Ohnmacht, mein Mitleid mit den Kindern und das Unverständnis über Menschen, die dies ihren Kindern antun wollen, ausgedrückt.

Meinen Wutausbruch haben viele Menschen, die den Film auch gesehen hatten, gut verstanden und nachvollziehen können. Aber mir wurde auch gesagt, dass ich einige Menschen mit meinen in Wut gesprochenen Worten verletzt haben könnte. Ich habe die Eltern, die ihren Kindern dieses Leid antun, in meiner Wut beschimpft. Man hat mir sogar (mal wieder) vorgeworfen, mich antisemitisch geäußert zu haben, weil ich ihnen vorwarf, in ihren Religionen gefangen zu sein und daher dieses Leid immer noch weiterzugeben.

Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden und glauben, was er mag. Aber Religion hat kein Recht, andere Menschen zu verletzen. Und dieser sehr aufwühlende Film handelte von religiösen Beschneidungen. Daher traf meine Wut eben die Religionen. Ich bitte alle Menschen, die sich durch meinen Wutausbruch persönlich beleidigt gefühlt haben, um Entschuldigung.

http://www.online-presseportal.com/allgemein/vor-bundestagsabstimmung-unbekannter-spendet-1000-freikarten-fur-anti-beschneidungsdoku-von-victor-schonfeld-20436/

Ich fordere Sie hiermit höflich auf, dies zur Kenntnis zu nehmen und von weiteren einseitigen Diffamierungen (“Günter Grass der Grünen”) abzusehen.

Ulf Dunkel
- http://www.ulf-dunkel.de

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Kategorie(n): Bunte Welt 

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