Gastautor 01.09.2010 19:39 +Feedback
Islamophobie als Kampfbegriff
Stefan Grigat
Wortschöpfungen wie “Islamophobie” oder “Antiislamismus” waren stets politische Kampfbegriffe. So sehr es gute Gründe gibt, sich über eine adäquate Terminologie für die von der fremdenfeindlichen Rechten betriebene Hetze gegen Moslems Gedanken zu machen, zielten derartige Begriffe von Beginn an auf eine Immunisierung gegen Kritik. Ganz so wie der Neologismus “Iranophobie”, der lange Zeit nur von Vertretern des iranischen Regimes verwendet wurde, um Kritik an der Herrschaftspraxis der Mullahs zu diskreditieren, mittlerweile aber auch im deutschsprachigen Feuilleton aufgegriffen wird, zielt der “Islamophobie"-Begriff darauf, jegliche Kritik an den unterschiedlichen Strömungen des Islam als ebenso ungerechtfertigte wie krankhafte Panikmache zu delegitimieren. http://derstandard.at/1282978535234/Kommentar-der-Anderen-Minarette-des-Denkens
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Kategorie(n): Wissen


