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  07.11.2009   13:40   +Feedback

Islamophobe Äußerung aufgrund unverstandener Kultur

Berlins CDU-Vize Thomas Heilmann sagte in der Berliner Morgenpost: “Wir brauchen den Islam! Und sollten ihn nicht bekämpfen.”
Das ist eine sehr weite Auslegung des Begriffs „brauchen“. Oder eine sehr enge des Begriffs „wir“. Oder er macht sich keinen Begriff von „Islam“.
Den Islam brauchen wir nämlich nicht. Warum sollten wir den Islam brauchen? Wenn wir etwas brauchen, dann bestimmt nicht Islam.
Was Heilmann ausübt, ist eine Demonstration von kulturellem Unverständnis. Wenn man heute etwas Nettes über vermeintlich Benachteiligte sagen möchte, dann: „Wir brauchen sie“, weil man davon ausgeht, sie möchten sich gebraucht fühlen. Daraus spricht eine ganz herablassende Haltung und die Vorstellung, man dominiere das Verhältnis, man befinde sich in der Position zu entscheiden, ob man zu tolerieren gedenkt.
Thomas Heilmann glaubt, den Anti-Sarrazin zu geben und Spannungen abzubauen, Hände auszustrecken und Feindbilder zu übermalen. Das böse Kind braucht Verständnis. Wenn er sich etwas für die gebrauchte Politideologie interessiert hätte, wüsste er, dass er sie damit arg beleidigt, denn sie will nicht gebraucht werden, erst recht nicht von „uns“.

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Kategorie(n): Bunte Welt 

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