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  19.04.2011   09:25   +Feedback

Islamfeindlicher Artikel in der FAZ

Es soll ja Islamhasser geben, für die der Islam von allen Dämlichkeiten, die über die Menschheit hereingebrochen sind, so ziemlich in der Mitte liegt, und es gibt Islamkritiker, die eine Säkularisierung und Aufklärung herbeisehnen, dann gibt es Toleranzkanonen, die keinen Ärger möchten und von anderen das Tolerieren verlangen oder heimliche Bewunderung für die islamische Macht hegen.
Für gewöhnlich wird Empörung ausgelöst, wenn der Islam als Feindbild / Antichrist / Bedrohung beschrieben oder verteufelt wird. Doch in der FAZ ist dies geschehen, http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E73581F3495124DEDBFC54D6EAC4A984B~ATpl~Ecommon~Scontent.html , ohne die sonstigen Schnellverfahren.
Der Verfasser ist ein evangelischer Pfarrer und heißt Teuffel, so dass alle sich aufdrängenden Bezüge zum Wortspiel verkommen.
Er möchte, das man doch mal dem Heiland zuhöre, er predigt „Toleranz, was nichts anderes heißt, als ,Zuwiderliches‘ zu ertragen, weil man es weder abwenden noch ignorieren oder gar für sich akzeptieren kann. Am Kreuz Christi manifestiert sich diese passionierte Toleranz handgreiflich ...“ Doch, echt und voll wahr, es geht dabei um das Verhältnis zur Islamisierung. Der Islam ist also was Zuwiderliches. Toleranz gleich Kreuz? Deutlich ist das.
„Die Bibel sieht für Christen einen Minderheitsweg vor, wo es Verleumdungen, Verfolgungen, ja sogar Gewaltleiden wegen der eigenen Christusbindung auszuhalten gilt“, und niemand schreit auf wegen Überfremdungswahn? Gewalt aushalten, was? Sagt nicht die Statistik und ist das nicht ein Ressentiment und heißt nicht im Kern friedlich und blah?
Er spricht sich „gegen einen kulturellen religiösen Konservatismus“ aus, dafür wurde man früher exkommuniziert wegen antichristlicher Aktivitäten, aber heute ist man der Zukunft zugewandt.
„Was in Deutschland als Religionskritik gegen den Islam geltend gemacht wird, trifft langfristig die Kirchen.“ Ach so. Er hofft doch, dass der Staat nicht den Islam mit der Kirche ausschüttet.
Die Kreuzigung als Dialog der Religionen zu beschreiben, ist durchaus originell, und die Christenverfolgung als multikulturelles Projekt zu verstehen, ist ebenso interessant. Dass die bunte Vielfalt Gewalttätigkeit bedeutet und Islamisierung der Kreuzigung gleichkommt, ist sonst eher von den bösen Rechtspopulisten zu hören. Der Unterschied zwischen inakzeptabler Hetze und Toleranz besteht gar nicht mehr in der Tatsachenfeststellung, sondern nur noch in der Folgerung und Bewertung. Gut ist: Müssen wir erdulden.
Wobei hier ein grammatischer Fehler gemacht wird. Korrekt hieße es: Müsst ihr erdulden. Der Pfarrer und Marieluise Beck und Claudia Roth und Annette Schavan müssen gar nichts erdulden.
Das wäre so, als hätte der Heiland seine Leute ans Kreuz vorgeschickt: Macht mal, ihr wisst schon, Himmelreich und so.
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen.“ Womit dem Islam die Religiosität abgesprochen wäre.
Also, gebt Gott, was Gottes ist, und dem Mullah, was er haben will.

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Kategorie(n): Kultur 

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