Bernd Zeller 14.09.2009 19:38 +Feedback
Islam in den Medien
In Kulturzeit auf 3sat wurde soeben das Bild des Islam und der Muslime in den Medien einer kritischen Betrachtung unterzogen. Erwartbar: Der Islam habe 1400 Jahre eine schlechte Presse gehabt, Islamophobie erwachse aus Unwissen, und überhaupt sei das Interesse gering. Angst vor dem Islam entstehe aus verengter Berichterstattung, dabei sei der Islam mehr als Terror und Frauenunterdrückung.
Mag sein.
Dann wäre es wirklich ein guter Anfang, Terror und Frauenunterdrückung abzuschaffen und den Islam dadurch überhaupt diskutabel zu machen, dass es jedem und jeder freisteht, Moslem zu sein, zu werden oder nicht mehr zu sein. Sympathisch wäre auch, nicht von anderen zu verlangen, sich ein gutes Bild zu machen.
Etwas subtiler ist der Widerspruch von Desinteresse und Angst. Beides kann zwar parallel vorkommen, aber nur eines von beiden kann das Hauptproblem sein.
Nun ist es nicht gerade so, dass die Vorbehalte gegen den Islam mit näherer Kenntnis abnehmen würden.
Was wie Desinteresse aussieht, kann auch als Freiheit verstanden werden. Eine freie Gesellschaft hat wenig Vereinnahmendes, insofern ist die Integration in ein Sowjetsystem leichter zu bewerkstelligen; man muss einfach mitmachen und Leute melden, die nicht wirklich mitmachen wollen. Würde der Islam nicht ständig an seiner Verabscheuung arbeiten, hätten es die Moslems leichter.
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