25.10.2007 12:28 +Feedback
“Ich habe gehofft, dass sich für das Recht auf Redefreiheit auch Linke einsetzen würden.”
Der Egyptian Sandmonkey ist zurück! Er musste seinen Blog aus Angst vor den ägyptischen Sicherheitskräften einige Monate ruhen lassen. Jetzt weiß er, dass sie ihn so oder so suchen.
Die Jungle World hat ihn interviewt: Ägyptische Blogger sind wie Paris Hilton
“Sandmonkey ist eine rassistische Bezeichnung für Araber. Ich versuche, diesen Begriff zu neutralisieren, so wie der Begriff Nigger neutralisiert wurde. Aus demselben Grund steht mein Blog unter dem Motto: Unterstützt die neokonservative, amerikanische, rechte, zionistische, christliche, imperialistische Verschwörung gegen den Nahen Osten! Ich behaupte, all das zu sein, was man mir und meinen Positionen vorwirft, um mit den Leuten ernsthaft über meine Philosophie diskutieren zu können, ohne die lästigen inhaltsleeren Vorwürfe, ich sei dies oder ich sei jenes. (..)
In erster Linie will ich die Leute einfach nur zum Nachdenken bringen. Ich bin kontrovers und sehr direkt. Ich trete so auf, weil die ägyptische Gesellschaft, so wie der Rest der Welt, konformistisch geworden ist. Jeder verhält sich, als wäre er Mitglied einer Gang: Ich bin für nicht für Bush, also kann ich den Irak beziehungsweise die Demokratie im Nahen Osten nicht unterstützen. In dieser Situation ist das einzig wirkungsvolle Mittel, die Leute zu schocken. (..)
Viele Leute haben mir ihre Unterstützung versprochen. Aber als es ernst wurde, haben sich die meisten nur als Schwätzer und Heuchler erwiesen. Am meisten haben sich Leute aus der amerikanischen Rechten für eine solche Organisation interessiert. Ich will aber nicht, dass die Organisation als rechts etikettiert wird. Ich habe gehofft, dass sich für das Recht auf Redefreiheit auch Linke einsetzen würden. Aber die Linke hat es abgelehnt, mit mir zusammenzuarbeiten, obwohl es nur um die Verteidigung eines Grundrechts geht.”
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Kategorie(n): Ausland

