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  10.11.2009   00:01   +Feedback

Hurra, wir werden normal!

Bei der Gedenkfeier zum 9. November in der Frankfurter Paulskirche hat Necla Kelek die Festansprache gehalten. Vor ihr sprach Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrates der Juden. Statt, wie bei solchen Anlässen üblich, in die Vergangenheit zu schauen und “Wehret den Anfängen!” zu rufen, sprach Graumann von der Gegenwart und der Zukunft eines pluralen Judentums in Deutschland:

“Wir Juden sind eben nicht nur Opfer, und nicht einmal in erster Linie Opfer, sondern vor allem Träger einer außergewöhnlich wertvollen, kostbaren Religion, Tradition, Geschichte, Gedankenwelt und Kultur. Dieses Bewusstsein muss bei allen wachsen, wieder ganz neu wachsen – gerade aber auch erst einmal bei uns selbst. Shoah und Antisemitismus bleiben natürlich für immer für uns ganz wichtige Themen, ja: absolute Herzenssache. Aber niemals dürfen sie zur ERSATZIDENTITÄT werden – schon gar nicht etwa zur ERSATZRELIGION.”

Die ganze Rede: http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR25209&Category=pr&Subcategory=16

Hier die Ansprache von Salomon Korn, gehalten in der Westend-Synagoge:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_depth/world/2009/walls_around_the_world/default.stm

Und hier eine Erklärung von Charlotte Knobloch:
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Pogromnacht-Zentralrat-der-Juden;art122,2945560

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Kategorie(n): Inland 

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