Dirk Maxeiner 31.08.2007 13:57 +Feedback
Herr Rahmstorf macht sich unbeliebt…
Unser Leser Alexander Baumgarten, hat mir eben zu ”Herr Rahmstorf bastelt sich eine Verschwörung” folgenden schönen Brief geschrieben: “Abgesehen davon, ob es einen wesentlichen menschlichen Einfluß auf das Weltklima gibt oder nicht: Mehr und mehr drängt sich mir der Verdacht auf, daß die Klimatologie gar keine Wissenschaft ist. Wer seine “wissenschaftlichen Erkenntnisse” ausschließlich auf Computermodelle stützt und allen ernstens glaubt, daß Wissenschaft eine demokratische Veranstaltung ist, in der der Konsens einer angeblichen Mehrheit die “Wahrheit” darstellt, der muß auch davon ausgehen, daß die Erde im Mittelalter wirklich eine Scheibe war und die Nürnberger Rassegesetze natürlich ihre Berechtigung hatten, denn sie waren eindeutig wissenschaftlicher Konsens in Deutschland. Das Leute wie Rahmsdorf ganz unverholen eine bessere Zensur unkorrekter Journalistenbeiträge fordern, zeigt wessen geistes Kind solche Eiferer sind, und wie dieser Konsens offenkundig herbeigeführt wird.
Pervers ist, daß diese Art von Aktivisten ein Klima geschaffen haben, in dem intenationalen Gremien politische Entscheidungsprozesse, wie die Frage der unveräußerlichen Menschenrechte, leichtfertig in die Hände von Despoten und Diktatoren legen, während sie wissenschaftliche Erkenntnisse einem demokratischen Prozess unterziehen, wo er eindeutig nicht hingehört. Leider diktiert zur Zeit der Mainstream, daß das Kollektiv alles, das Individuum dagegen nichts ist. Keine guten Zeiten für Sokrates, Einstein, Chaplin oder Jesus Christus. Um so bessere für Hitler, Stalin oder Mao. “Wahrheitsfindung und Erkenntnisgewinn” über medienpopulistisch manipulierte Mehrheitsentscheide nennt man Ideologie oder Religion, aber ganz bestimmt nicht Wissenschaft.”
Die Leserreaktionen in FAZ-Online auf Stefan Rahmstorfs Beitrag haben übrigens vielfach den selben Tenor.
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