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  08.01.2009   10:42   +Feedback

Hausbrauerei

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Demnach schlugen die Raketen, vermutlich Katjuscha-Geschosse, in der Nähe der nordisraelischen Hafenstadt Naharija, rund acht Kilometer südlich der Grenzen zwischen Israel und dem Libanon, ein. Laut israelischen Medien explodierte eine Rakete in der Nähe eines Altersheims. Bei den Geschossen handelt es sich um selbstgebaute Raketen.
Ab welcher Wertschöpfungstiefe gilt eine Rakete eigentlich als “selbstgebaut”? Für die Berichterstattung ist das Attribut offenbar nicht weniger wichtig als für den Autokäufer “made in Germany”. Reicht es, der Katjuscha nach Anlieferung beider Einzelteile den Sprengkopf aufzuschrauben, um das Harmlosigkeitssiegel der Deutschen Presse zu erlangen? Oder muss man auch die Treibladung selbst einfüllen? Nur mal angenommen, Israel würde die Atomanlagen in Isfahan mit einer taktischen Atomrakete plattmachen - dann wäre es absolut sicher, dass diese “selbstgebaut” war. Trotzdem läsen wir diesen Satz gewiss nicht. 

(David Harnasch)


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Kategorie(n): Ausland 

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