Marko Martin 04.09.2010 09:18 +Feedback
Golda Meirs Plattenspieler
Der klimatisierte Überlandbus aus Jerusalem hält an der Kreuzung, um im grellen Sonnenlicht ein paar junge Soldaten ein- und aussteigen zu lassen, Waffe quer über dem Rücken, winzige iPod-Stöpsel in den Ohren. Links führt die Straße nach Megiddo, dem mythischen Harmageddon aus der Johannes-Apokalypse, rechts hinüber ins palästinensische Jenin, der einstigen Terror-Hochburg während der Zweiten Intifada. Schon zu biblischen Zeiten war die Jezreel-Ebene im Norden Israels eine umkämpfte Region, ab dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts jedoch auch ein Ort landwirtschaftlicher Kultivierung und enormen Elans: Nirgendwo sonst im Land gibt es mehr Kibbuzim und Moschavim als hier in der anscheinend allein von Staub und Wind durchzogenen Jezreel. http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article9388427/Golda-Meirs-Plattenspieler.html
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Kategorie(n): Ausland


