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  20.07.2010   12:10   +Feedback

Gewaltherd Schwimmbad

Bei Gewalttätigkeiten im Schwimmbad, etwas völlig anderes als Gewalttätigkeiten im Bus oder in Schulen, ruft man am besten gar nicht die Sicherheitskräfte, sondern gleich Kriminologen Christian Pfeiffer. Auf spiegel-online (bitte hingooglen, auf so einen Schmarrn wird nicht verlinkt) weiß er, dass gerade die Türsteher das Problem zumindest triggern: “Oftmals sind die mit ihrem martialischem Auftreten eine reine Provokation”, gibt er zu Protokoll. Demzufolge reicht auch schon, dass sie vielleicht gerufen werden könnten, um zu provozieren.
Wie man sich vielleicht erinnert, gab es früher keine Wachmannschaften in Schwimmbädern, und da konnte man unbehelligt baden.
Seine eigene Studie über die Rolle unserer Partnerreligion beim Anwachsen der Gewalt hat er offenbar schon vergessen oder hält sie für irrelevant, denn: „Grundsätzlich seien Schwimmbäder Orte, in denen Gewalt gedeihen könne, sagt der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Wer schwimmen geht, hat nur wenig an. Das schaffe eine Atmosphäre der sexuellen Aufheizung. Dazu kämen ethnische Gruppen, in denen eine ausgeprägte “Machokultur” herrsche. Eine explosive Mischung.“
Schon klar, Schwimmbäder generieren Gewalt, erst recht mit Wachleuten, die noch mehr anhaben, so dass man sich nackt fühlt.
”Die Lösung des Problems sieht Pfeiffer nicht in patrouillierenden Wachtrupps. Zwar müsse in einem ersten Schritt Sicherheit hergestellt werden. Doch im Kern gehe es darum, den problematischen Jugendlichen ein modernes Männlichkeitsbild zu vermitteln – was allerdings eine gewaltige Aufgabe sei und sicherlich auch nicht die der Schwimmbäder.“
Hier liegt in der Tat ein Kern des Problems. Es wäre viel gewonnen, wenn

nicht immer Christian Pfeiffer seine Quatschlefzen den Multiplikatoren hinhalten würde, er vermittelt ein Männlichkeitsbild, mit dem man sich nicht identifizieren möchte, ein Laberweichei mit Standortvorteil Hannover will keiner sein. Ohne dieses unsägliche Etwas wäre das herrschende Männlichkeitsbild schon etwas erträglicher.

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Kategorie(n): Wissen 

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