Wolfgang Röhl 16.03.2010 15:08 +Feedback
Geißeln der Talkshows. stern.de-Serie (Teil 1)
"In seiner eigenen Partei hatte er ab den 90er Jahren nicht mehr viel zu melden. Jobs wie der als “Menschenrechtsexperte für die KSZE-Gremien”, Sprecher der “Privatinitiative Kunst (PIK)” oder Dozent an einem Kolloquium der Uni Bonn (Thema: “Philosophie und Freiheit") vermochten das Vakuum nicht aufzufüllen. Damals begann sein langer Marsch durch die Talkshows, als ewiger Gewissenswurm der FDP. Schließlich nennen ihn seine Bewunderer nicht umsonst Gerhart “G.” Baum, G. wie Gewissen. Er ist, ob sie das nun wünscht oder nicht, das Über-Ich seiner Partei. Zum Beispiel “das juristische G. der FDP” (stern), “das sozialliberale G. der FDP” (WDR) oder “das linke G. der FDP” (RBB). Ein Mann für gewisse Stunden, sozusagen. Obschon, genau betrachtet, er und die heutige FDP ungefähr so viel miteinander zu tun haben wie Leberkäse mit Leber und Käse. Beziehungsweise die Royal Air Force mit der RAF. Apropos RAF. Einen Teil der regen Nachfrage seitens der Talkshow-Szene verdankt Baum seinem unermüdlichen Einsatz für die Resozialisierung irregeleiteter Kämpfer, etwa der von ihm warm beflüsterte RAF-Aussteiger Peter Jürgen Boock...” Weiter:
Permanenter Link | Druckversion
Kategorie(n): Kultur


