15.03.2007   11:45   +Feedback

Filmpremiere: Serengeti hinter den Deichen

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Morgen, Freitag 16. März, 19.00 bis 19.45 Uhr auf arte
Wiederholung: 23. März, ab 16.55 Uhr (arte)

In Deutschland gilt Wald als Inbegriff der Natur. Ist Wald die natürliche Landschaft Mitteleuropas? Vermutlich nicht. Lange bevor Menschen rodeten, taten es Tiere. Ähnlich wie heute noch in den afrikanischen Savannen zerstörten sie Bäume und sorgten so für offene und abwechslungsreiche Landschaften.

Jetzt kehren die vierbeinigen Landschaftspfleger mit menschlicher Hilfe zurück. Nur eine halbe Stunde von Amsterdam entfernt liegt „Oostvaardersplassen“, eine weite dem Meer abgerungene Ebene. Dort verwirklichen niederländische Naturschutzvisionäre eine revolutionäre Idee: Große Herden leben in dieser Küstenlandschaft wie ihre urzeitlichen Vorfahren. Menschen greifen fast nicht ein. Zirka 3000 große Huftiere bevölkern Oostvaardersplassen: Rothirsche, Wildpferde und Wildrinder.

Der Film von Gerd Weiss und mir zeigt die Schönheit dieser Wildnis aus zweiter Hand und dokumentiert das Leben der großen Huftiere und der vielen kleineren Bewohner von Oostvaardersplassen. Außerdem stellen wir zwei andere Projekte vor, die ähnliches Ziele verfolgen: In den Lippe-Auen bei Soest in Westfalen und in Ungarn. Die Hortobágy-Puszta ist Mitteleuropas letztes großes natürliches Steppengebiet.

Unser Film stellt auch eine politische Frage: Müssen vielen Milliarden Euro jährlich ausgegeben werden, damit Landwirte die Kulturlandschaft erhalten? Oder geht es auch anders?


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Kategorie(n): Kultur  Wissen  Hausnachrichten