14.04.2008   09:29   +Feedback

Energiedebatte: Realismus contra Populismus

In der heutigen Ausgabe der WELT findet sich Jan-Philipp Heins kritisches Portrait des SPD Energiepopulisten und Klima-Apokalptikers Hermann Scheer. Herr Hein hat auch mich um eine Bewertung des umstrittenen Solar-Lobbyisten gebeten. Sie fällt kurz und knapp aus: Einer wie Scheer, der mit solchen Ängsten spielt, interessiert den Wahlinsulaner brennend: „Energiepopulismus“ nennt er das, was den SPD-Abgeordneten und in abgeschwächter Form die ganze deutsche Politik beherrsche. In Großbritannien, wo New Labour sich gerade zur Atom-Renaissance entschieden hat, sei die Politik vor Populismus etwas geschützter: „Sogar Kohle spielt wieder eine Rolle“, so Peiser. Die Politik sei pragmatischer und habe begriffen, dass die Gefahr einer Energiekrise real sei. Auch Deutschland könne eigentlich nicht anders. Doch Energie, Klima und Atom seien ein hochemotionaler Themenkomplex, bei dem sachliche Entscheidungen kaum noch möglich seien. Noch gehe es den Deutschen so gut, dass sie bereit seien, die Ängste vor Atom und Kohle zu bezahlen…


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Kategorie(n): Wissen  Wirtschaft