16.08.2012   18:35   +Feedback

Ein Schwabinger Monolog (7. Teil)

Ich habe mal zusammengefasst, welche Weltanschauung seit Jahren auf Partys, in Kneipen und bei Zusammenkünften aller Art an meine Ohren schwappt. Die anderen Folgen des Schwabinger Monologs finden Sie, indem Sie in der Steuerungsleiste links auf meinen Namen klicken.

„…Unsere Politiker bilden sich ja soooo viel ein auf unsere ach so tolle Demokratie. Demokratisch? Dass ich nicht lache. Wir werden doch total manipuliert. Schauen wir uns einmal den angeblich freien und demokratischen Westen an. Ist es wirklich so viel besser als in China oder im Iran? Warum ist bis heute nicht klar, was am 11.September 2001 wirklich geschah? Die US-Regierung vertuscht wichtige Details und niemand fordert Aufklärung. Zum Glück haben einige Leute sich nicht von den Medien abspeisen lassen und selber Recherchen angestellt. Die kommen zu ganz anderen Ergebnissen. Ich bin ja kein Verschwörungstheoretiker, aber vieles von dem, was die unabhängigen Wahrheitssucher herausgefunden haben, klingt durchaus glaubwürdiger als die offizielle Geschichte, nach der winzige Flugzeuge gigantische Stahlkolosse zerschmettern würden. Profitiert haben vom 11. September doch nur die Regierungen in Washington und Tel Aviv. Die brauchen doch die Terroristen zur Ablenkung von ihren Machenschaften. Man muss immer fragen „Cui bono?“ Das kritische Denken, das es mal gab, ist abhanden gekommen.

Es wird Zeit für ein neues 68. Wie es wirklich aussieht in Deutschland erfährt man eigentlich nur noch im Theater. Ansonsten werden das ganze Elend und der ganz Müll ja hinter einer Glitzerfassade verborgen. Zum Glück gibt es im Theater noch ein paar mutige Leute, die Tabus brechen. Wo wird denn noch schonungslos die Wahrheit ausgesprochen? Die Konzerne kaufen sich die Meinungen der Medien ein. Im Fernsehen nur noch glatt gebügelte Gesichter, die dem Volk eine Mischung aus Gesellschaftsklatsch, Sport und Wetterbericht als Nachrichten verkaufen. Die wirklich wichtigen Themen werden systematisch ausgeklammert. Amerikanische Oberflächlichkeit wohin man schaut.
Umso wichtiger ist es, dass es noch Leute gibt, die sich dieser Volksverblödung entgegenstellen. Auf den Bühnen wird noch Klartext geredet, den Politikern und der verlogenen Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten. Das Theater ist der Stachel im Fett des Kapitalismus. Deshalb wettern die Neoliberalen auch die ganze Zeit gegen Kultursubventionen. Ich finde Theater müssten viel mehr Geld vom Staat kriegen. Jeder Cent, der dem kapitalistischen System entzogen wird, ist ein Cent weniger für Waffen, Gentechnik oder Atomkraft.

Die Bühnen sind die letzten Oasen des kritischen Denkens geworden. Nur Spießer regen sich darüber auf, wenn Wilhelm Tell mit Aktentasche und Handy auftritt oder Hamlet nackt und blutverschmiert. Die reden doch immer von Freiheit. Das ist wahre Freiheit! Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. Solange mutig die Wahrheit ausgesprochen wird, bleibt das Theater eine wichtige Institution. Ein Ort der Vernunft mitten im kapitalistischen Wahnsinn.

Vernunft ist auch so ein missbrauchtes Wort. Wenn die da oben Vernunft sagen, meinen sie Profit. Das Leben ist mehr als die Rationalität der Märkte und die Kälte der Wissenschaft. Das Spirituelle ist verloren gegangen. In den großen Kirchen finden die Menschen keinen seelischen Halt mehr, keine Perspektive. Das sind nur noch Behörden wie andere auch. Gott und die Mystik des Lebens sind nicht Eigentum der Amtskirchen. Sie ignorieren die tiefen Erkenntnisse über Energien, Schwingungen und Sternenkonstellationen. Der Buddhismus ist da offener und wir müssen im Glauben offener werden. Jesus kann man durchaus karmisch betrachten. Wo war Jesus vor der Zeit als er als Jesus auf Erden weilte? Vielleicht war er eine Sonnenblume. Auf solche Fragen haben die Amtskirchen keine Antwort…“

Wird fortgesetzt

(Michael Miersch)


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Kategorie(n): Bunte Welt 

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