Michael Miersch 09.05.2008 15:26 +Feedback
Ein bisschen Ami-Bashing geht immer
Zur Zeit nehme ich häufiger an Fernseh- und Radiodiskussionen zum Thema Landwirtschaft und Ernährung teil, weil es dort öfter mal um unser neues Buch „Biokost und Ökokult“ geht. Eine interessante Erfahrung dabei: Amerika-Bashing ist zu einer festen Konvention unserer Plauderkultur geworden. Es gibt kein Thema, bei dem die Angehörigen der schwätzenden Klasse nicht eine abfällige Bemerkung über Amerika parat hätten. Zwei typische Beispiele:…
ZIBB (Magazinsendung im RBB). Das Buch wird vorgestellt und der Moderator fragt, wie wir recherchiert hätten. Ich antworte, wir haben Wissenschaftler gefragt und Studien gelesen. Moderator (leicht gereizt): „Aber hauptsächlich amerikanische Studien, nicht?“
„Menschen bei Maischberger“ (Talkshow im Ersten). Ich sage, dass Millionen Menschen in den USA, Kanada, Australien und anderswo tagtäglich gentechnisch veränderte Lebensmittel essen. Die Köchin Sarah Wiener (die übrigens aussieht, als würde sie nie essen) keift mich an: „Wenn ich nach Amerika schaue, wird mir übel von den Leuten, wie die sich ernähren und wie die ausschauen.“

