Marko Martin 01.02.2011 02:05 +Feedback
Diktatoren kommen, Diktatoren gehen
Ben Ali flieht aus dem seit Jahrzehnten stagnierenden Tunesien, während gleichzeitig der feiste Jean-Claude Duvalier alias “Baby Doc” wieder Einzug hält im geschundenen Haiti. Dazu jährt sich am 1. Februar jener verhängnisvolle Tag von 1979, an dem der exilierte Ayatollah Khomeini auf dem Flughafen von Teheran düsteren Blickes einer Air-France-Maschine entstiegen war, um den bis dahin autoritär regierten Iran in das Korsett eines religiösen Totalitarismus zu pressen. Fast scheint es deshalb, als wäre dieses Auf und Ab nun einmal der Lauf der Welt und nur zu ertragen mit jener halb heiteren, halb zynischen Gelassenheit, wie sie in Enzensbergers Gedicht von der “Prästabilisierten Disharmonie” aufscheint: “Für jeden Minensucher,/ der seine Haut riskiert,/ ein Waffenhändler, und umgekehrt./ Für jedes Monster/ eine sanfte Madonna, und umgekehrt./ Da ist kein Ende in Sicht.” http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article12393192/Umwege-der-Freiheit.html
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Kategorie(n): Ausland


