Fundstück 26.10.2009 14:54 +Feedback
Diesseits von Afrika
achgut-Leserin M.R. hat beim Bundespräsidialamt nachgefragt, warum der Bundespräsident anlässlich der Verleihung des Osnabrücker Friedenspreises an Henning Mankell die Laudatio gehalten habe, kurz nachdem Mankell Israel in einem Zeitungsartikel das Existenzrecht abgesprochen hat. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mankell_bekommt_den_langer_preis/ Hier die Antwort aus dem Präsidialamt:
Sehr geehrte Frau R.,
Bundespräsident Horst Köhler hat mich gebeten, Ihnen für Ihr Schreiben vom 24. September zu danken und es zu beantworten.
Wenn wir Sie richtig verstehen, wiegt die scharfe Kritik Henning Mankells an Israel so schwer, dass sie einer Ehrung für sein Afrika-Engagement im Weg steht. Henning Mankell bezieht in der Tat polarisierend Stellung in einer politischen Diskussion, die im europäischen Ausland und in Israel selber anders geführt wird als in Deutschland. Dennoch ist das Afrika-Engagement des schwedischen Schriftstellers weltweit anerkannt. Seine Bücher verkaufen sich übrigens auch in Israel. Der Bundespräsident hat sich in seiner Laudatio eindeutig auf dieses Engagement für Afrika bezogen.
Ebenso eindeutig bekennt sich der Bundespräsident zur besonderen Verantwortung Deutschlands für Israel und sein Existenzrecht. Dazu gehört auch ein dauerhafter Friede für den Nahen Osten. In seiner Rede im Bundestag anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar 2009, hat er daher auch der Toten der Auseinandersetzung im Gaza-Streifen gedacht und gemahnt, dass der Teufelskreis der Gewalt im Nahen Osten endlich gebrochen werden muss. Die Bürger Israels müssen in sicheren Grenzen frei von Angst und Gewalt leben können. Und das palästinensische Volk muss in einem eigenen lebensfähigen Staat seine Zukunft finden können. Der Bundespräsident wird sich auch weiterhin nachdrücklich dafür einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Georg Schmidt
Leiter Referat 22 (Afrika, Asien, Entwicklungspolitik)
So betrachtet hätten auch Leni Riefenstahl und Arno Breker das BVK verdient, sie haben sich um die Kunst verdient gemacht.
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Kategorie(n): Inland


