02.12.2012   17:54   Leserkommentare (0)*

Die Zukunft des Islam heißt SLAM

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Es gibt keine Frauen mehr ...

Niemand kann sich erinnern, dass es sie je gegeben hat ...

Hat es sie überhaupt jemals gegenbe?

Im 27. Jahrhundert herrschen auf der Erde paradiesische Zustände: Die Weltbevölkerung ist auf zwei Milliarden Einwohner geschrumpft, Krieg und Gewalt kennt man nur aus verstaubten historischen Dokumenten, der Wohlstand ist atemberaubend, die Menschen arbeiten eigentlich nur noch, weil es ihnen sonst langweilig ist, mittels bahnbrechender Durchbrüche in der Medizin kann jeder bei guter Gesundheit bis zu 200 Jahre alt werden.

Und diese Welt ist lückenlos islamisch!

Bereits viele Jahrhunderte zuvor hat der Islam global gesiegt, weil auch Angehöriger anderer Religionen und Ethnien die Liebe zum einzigen Propheten und zu Allah entdeckt und verinnerlicht haben. Allerdings hat im Laufe dieser Zeit auch der Islam eine Wandlung vollzogen. SLAM, wie er jetzt heißt, ist zu reiner Spiritualität transformiert, ähnelt eher dem Wohlfühl-Buddhismus unserer Tage, und wird in gigantischen Moscheen modernster Architektur als Event und Erweckungserlebnis abgefeiert. Vor allem ist er vollkommen friedlich. Mangels wirtschaftlicher Sorgen sind die Menschen ausschließlich mit der Religion beschäftigt, von der sie sich in der Tat zu göttlichen Sphären geleitet wähnen.

Karim, ein mit Selbstzweifeln und einer seltsamen Zwangsneurose kämpfender junger Mann, arbeitet im Zentralarchiv der SLAM-Welt, ein Hort des Wissens und der Erinnerung an schreckliche Tage der Menschheit. Er ist mit Soli verheiratet, einem einfachen, aber lebensbejahenden Burschen mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, und fiebert dem Empfang seines ersten Kindes entgegen. Diese werden einmal im Jahr in einer gigantischen Grotte dem jeweiligen Samenspender übergeben. Denn trotz der Himmel-auf-Erden-Verhältnisse fehlt „die andere Hälfte des Himmels“ in dieser schönen neuen Welt: Die Frauen! Und nicht allein das, alles Weibliche ist sowohl aus der Historie als auch aus dem Bewusstsein der Männer getilgt. Eva gibt es nicht mehr.

Durch einen rätselhaften Hinweis wird Karim auf eine Fährte gelockt, die nicht nur der Beginn eines fulminanten Abenteuers darstellt. Es ist zugleich der kühne Kopfsprung in ein sowohl religionsphilosophisches als auch soziobiologisches Gewässer. Der Islam wird als eine evolutionäre Fortpflanzungsstrategie seziert, dem nur unter einer Voraussetzung der Erfolg beschieden ist: die radikale Trennung der Geschlechter, die restlose Entfernung des Weiblichen.

Karim aber lässt sich von alldem nicht beirren. Seine Geschichte ist eine tour de force durch Abenteuer mit gefährlichen Bestien, spektakuläre Täuschungsmanöver und ein gnadenloser Kampf gegen ein allwissendes und unbarmherziges Programm namens Eva. Und natürlich ist sein mit vielen aufsehenerregenden Episoden versehenes Ringen auch eine Suche nach einem Wesen, das einen Mann trotz des „Himmel auf Erden“ wirklich zu erfüllen vermag: die Frau! Vielleicht existieren sie ja wirklich noch, die Frauen …

Außerhalb der SLAM-Welt …

Es scheint so …

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Kategorie(n): Kultur 

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