Marko Martin 27.06.2010 15:27 +Feedback
Die schamlose Trauer der Christa Wolf
Der Bau der Berliner Mauer: eine Herausforderung für die Loyalität der Protagonistin Rita im „Geteilten Himmel“. Das Wettrüsten der Achtzigerjahre: höchste Gefahr für den wolfschen Garten in Mecklenburg. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: „ein Störfall“ vor allem für den Seelenfrieden der autobiografisch grundierten Erzählerin, die schließlich revoltiert. Sie wirft das Obstbesteck aus edlem Olivenholz (wahrscheinlich von vorherigen Westreisen mitgebracht) wütend durch die Küche, wobei hier der unsichtbare Adressat nicht etwa das posttotalitär-schlampige Verheimlichungsregime der Sowjetunion ist, sondern ein allgemeiner „Technik- und Machbarkeitswahn“. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8179846/Die-schamlose-Trauer-der-Christa-Wolf.html
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Kategorie(n): Kultur


