Bernd Zeller 02.06.2010 09:35 +Feedback
Die israelische Armee ist nicht die Bundeswehr,
die zum Zwecke der Wahrung der Verhältnismäßigkeit eigene Soldaten opfert.
Selbst wenn man unseren Aktivisten gutgemeinte Motive unterstellt, die darüber hinausgehen, sich selbst als gut und richtig positioniert zu fühlen und feiern, selbst dann muss man sich für ihre Dummheit schämen. Selbst wenn sie nicht für möglich gehalten haben und noch immer nicht glauben können, bewaffnete Mitreisende mit Mordvorsatz an Bord zu haben, selbst wenn sie nicht gesehen haben, der Hamas in die Hände zu spielen, und selbst wenn sie die „Entwaffnung der israelischen Soldaten“ für legitim gehalten haben aufgrund des Weltbildes, dass Israel illegitim ist und damit seine Armee, selbst dann hätte ein Rest von Vernunft reichen müssen, um die Vorstellung von einem Abenteuerurlaub mit Einzelhaft und Verhören, bei denen sie ihre Genossen nicht verraten wie damals die kommunistischen Widerstandskämpfer, mindestens zu hinterfragen.
Ich weiß, dass die Organisatoren diese naiven Prämissen gar nicht gemacht haben, ich wollte nur manipulativ darlegen, wie sich die Öffentlichkeit naivisieren lässt. Würde eine Hilfslieferung für Tibet von den Chinesen abgefangen, wäre die achselzuckende Reaktion der deutschen Öffentlichkeit: Na wer ist denn auch so blöd.
Im Falle von Hamasland muss man sagen: wir.
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Kategorie(n): Wissen


