Fundstück 11.08.2012 19:39 +Feedback
Die Doppelmoral der prüden Slutwalkerinnen
Aus NOVO-Argumente:
Im Sommer letzen Jahres gingen im kanadischen Toronto 4.000 Frauen (und einige Männer) auf die Straße, um gegen eine provokante Äußerung eines Polizeibeamten zu protestieren. Er hatte gesagt, dass Frauen sich nicht wie „Schlampen“ kleiden sollten. Denn damit würden sie Männer einladen, sie entsprechend zu behandeln. Seitdem hat das Phänomen der so genannten Slutwalks auf der ganzen Welt an Dynamik gewonnen. In vielen Städten der westlichen Welt, so z.B. auch in Berlin, kam es zu Demonstrationen. Doch die Bewegung ist widersprüchlich: Einerseits sollen Frauen ihren ausgefallensten Modevorstellungen nachgeben. Gleichzeitig soll das aber keine Reaktionen hervorrufen.
Ganz gleich, ob eine Frau Jeans, T-Shirt, Korsett oder Minirock trägt: Ihre Kleidung sollte natürlich nicht als eine Einladung zu sexuellen Übergriffen betrachtet werden. Aber dass eine aufreizende Kleidung überhaupt keine Einladung zu irgendetwas sei, kann man wohl auch nicht behaupten. Denn die Art, wie wir uns kleiden, dient sehr wohl und manchmal sogar überwiegend dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Unser potenzieller Partner putzt sich beim Rendezvous nicht ohne Grund entsprechend auf. Hier scheinen manche Frauen zu meinen, sich jeder Reaktion entziehen zu können – also quasi unter einer Käseglocke leben zu wollen…
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Kategorie(n): Kultur Bunte Welt

