Dr. Benny Peiser 18.04.2008 11:09 +Feedback
Die Dialektik des Energiepopulismus
Das kaum mehr abwendbare Aus für das Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg markiert eine Wende in der energiepolitischen Diskussion. Bislang scheiterten Kohlekraftwerke am Widerstand von Bürgerinitiativen oder am Veto von Lokalpolitikern. Moorburg dagegen scheitert mit dem Segen der Bundespolitik: Niemand wird bezweifeln, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Koalition der CDU mit den Grünen in der Hansestadt ausdrücklich unterstützt, um ihre Handlungsoptionen zu erweitern. Doch die Folgen für die Energiebranche sind fatal. Schon gibt es einen lachenden Dritten: Mit jedem Kohlekraftwerk, das in Deutschland nicht gebaut wird, wächst der Druck, sich vom Atomausstieg zu verabschieden. Nie waren die Chancen der Kernenergiebranche größer, den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ zu erreichen.
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Kategorie(n): Wirtschaft Bunte Welt


