Dirk Maxeiner 05.12.2011 20:57 +Feedback
Dialog mit einem Klima-Wachtmeister
Heute nachmittag erreichte uns eine Zuschrift von einem Herrn PB mit einer mailadresse auf die Endung “polizei.berlin.de.” Bei dieser Institution, falls der Herr P.B. denn tatsächlich dazu gehört, scheint man während der Dienstzeit nicht recht ausgelastet zu sein. Jedenfalls echauffierte sich Herr PB mächtig über den Achse Beitrag „Klimapolitik und Eugenik – einige Parallelen“ von Ludger Weß.
Herr PB zitierte aus dem Text diesen Satz:
„Anders als in allen anderen westlichen Demokratien gibt in Deutschland keinen Politiker mehr, der es offen wagt, die herrschende Klimadoktrin (oder den Ausstieg aus der Kernenergie) anzuzweifeln.“
und kommt zu folgendem Schluß:
„Das liegt sicherlich daran, dass man aller Sinne beraubt, mithin also ein Vollidiot sein muss, anzuzweifeln, dass sich in der Atmosphäre dieses Planeten etwas tut, dass uns mehr als besorgt machen muss. Vermutlich ist das aber auch ein von den Kommunisten frei erfundenes Szenario, um den Westen daran zu hindern, weiterhin so zu wirtschaften wie bisher. Tauende Gletscher, steigender Meeresspiegel, Rückgang der polaren Eiskappen, alles nur Kino. Vermutlich 3-D-Projektionen von Verschwörern. Was sie das schreiben hat nicht einmal mehr Kindergartenniveau.“
Ich dachte, ich beruhige ihn mal und sorge dafür, dass er während der Dienststunden was Anständiges zu lesen hat und auch sonst ein bisschen an sich arbeitet:
„Jedes der von Ihnen genannten Phänomene hat es in der Vergangenheit auch ohne den menschlichen Einfluss immer wieder gegeben. Und wer war da “schuld”? Kohlendioxid? Autofahrer? Flugzeuge? Beschäftigen sie sich doch ein bisschen genauer mit den Fakten, ich kann Ihnen hierfür mein Buch empfehlen. Für Anfänger leicht geschrieben und gut verständlich. Gibt es sogar gebraucht ab 3.77 Euro. Lohnt sich. Und falls Sie danach bei Ihrer Ansicht bleiben, ist das vollkommen in Ordnung, aber sie sind dann auf einem höheren Niveau anderer Meinung. Versuchen Sie es mal, tut gar nicht weh.
Daraufhin kam diese Antwort:
„Vielen Dank für den Tip. Ich empfehle ihnen hingegen einen Grundlagenkurs in Erdgeschichte. Selbst in der 5. Klasse begreift man heute, dass der Planet Erde erst dann bewohnbar wurde, als die Atmosphäre in etwa die heutige Zusammensetzung erreichte. Man begreift dort auch, dass es nicht gut sein kann, diesen Prozess nunmehr durch immer mehr Freisetzung von CO² und anderen klimaschädlichen Gasen umzukehren. Sie gehören zu den Geisterfahrern, die der Meinung sind, nur sie bewegten sich auf der richtigen Fahrbahnseite. Mit Verlaub. 3.77 Euro sind mir für ihre „Erkenntnisse“ zu viel.“
Da blieb mir nichts anderes übrig als ihm alles Gute auf seinem weiteren Dienstwege zu wünschen:
„Dachte ich mir. Weiterhin viel Spaß beim missionieren und rechthaben“.
Im übrigen habe ich es bei PB immerhin innerhalb einer halben Stunde vom Kindergarten in die fünfte Klasse geschafft.
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Kategorie(n): Klima-Debatte Bunte Welt


