Silvia Meixner 06.01.2012 22:40 +Feedback
DHL - Das halbe Leben
Guter Service sieht anders aus: Gerade wollte ich mit dem Herrn von DHL die Sache mit dem nicht ausgelieferten Paket klären. Auf Kunden-Kritik scheinen die DHL-Mitarbeiter allerdings nicht eingestellt zu sein. Sofort pampte mich der Mann an: „Dann werden Sie nicht zu Hause gewesen sein!“ Ich bin sicher, dass ich am betreffenden Tag zu Hause gewesen bin. Und auch am Tag davor, denn da will der DHL-Mitarbeiter angeblich auch hier gewesen sein. Mein Einwand, dass Bekannte ähnliche Erfahrungen mit DHL gemacht haben, macht ihn wütend. Jetzt holt er die Hammer-Keule raus: „Ich kann Sie das nächste Mal auch in die Hauptstraße schicken!“
Für Post – und DHL-Kunden bedeutet das Wort Hauptstraße in Berlin-Schöneberg nichts Gutes: Das Postamt ist meistens hoffnungslos überlastet, man steht dort bis zu einer halben Stunde (und länger) an, wenn man nur schnell eine Sendung abholen will. Seinen Namen nennt mir der Mitarbeiter nicht, als ich ihn danach frage, dreht er sich wortlos um und geht. Ich notiere mir sein Auto-Kennzeichen, denn am Ende war dann wieder niemand unfreundlich, wenn man es wagt, die Unternehmensexperten darauf anzusprechen. Ich fasse zusammen: DHL veräppelt die Kunden durch „Service“ und dreiste Antwort-Mails, wenn man sich mal beschwert und die Mitarbeiter vor Ort legen noch eins drauf. Aber natürlich sehe ich ein: Kunden, die sich beschweren, müssen bestraft werden.
Silvia Meixner ist Journalistin und Herausgeberin von http://www.good-stories.de
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Kategorie(n): Bunte Welt


