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  16.02.2010   00:37   +Feedback

Der Ökofeminismus kommt in die Wechseljahre

Von Paul Nellen

“In Emmendingen haben sie Ausgang” sagten wir in meiner Schwarzwaldschule immer, wenn uns ein Verrückter über den Weg lief - in der badischen Kleinstadt gab es eine “Irrenanstalt”, wie das damals ohne großen sprachpflegerischen Aufwand hieß.

Heute laufen die Irren nicht durchs Gehölz, sondern haben einen Lehrstuhl oder sind Ökofeministinnen. Den Namen Claudia von Werlhof muss man sich merken - er steht für die jüngste Verschwörungstheorie, die nach den “Protokollen der Weisen von Zion”, den Kennedy-Morden und 9/11 sich anschickt, die Gazetten und die Phantasien der Leichtgläubigen zu beschäftigen. Nur Pech, dass schon Ken Follett aus dem Plot einen Thriller gemacht hat ("Die Kinder von Eden"). Wenigstens im Abschreiben sind die Öko-Irren nach wie vor große Klasse.

Claudia von Werlhof, Professorin für Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft der Uni Innsbruck, Ökofeministin und Patriarchatskritikerin, im Interview mit der feministischen Website “dieStandard.at”:

Werlhof: [...] Was die Natur angeht, muß uns klarwerden, daß wir von ihren Zyklen und Rhythmen derzeit nur wenig wissen. Also müssen wir die vormodernen Anschauungen studieren - hier gibt es ja bereits Arbeiten der neuen Biologie und Physik. Auf daß eine neue Ethik, einneues Mitleiden entstehen. Damit nicht weiter das passiert, was etwa in Haiti geschehen ist.

Standard: Sie meinen das Erdbeben?

Werlhof: Ja, daß es ein künstlich produziertes Erdbeben gewesen sein könnte.

Standard: Wie das?

Werlhof: Im Projekt HAARP, einem Militärforschungszentrum in Alaska, wurden auf Grundlage der Tesla-Technologie (Nikola Tesla, kroatisch-amerikanischer Erfinder) Earthquake Machines hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren. Zwischen Haiti und Kuba soll es große Ölreserven geben, also könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die militärische Besetzung des Landes durch US-Truppen zu ermöglichen. Als Nebeneffekt werden unbotmäßige Regierungen wie etwa jene von Hugo Chavez in Venezuela unter Druck gesetzt.

Standard: Glauben Sie das wirklich? Das klingt nach Verschwörungstheorie.

Werlhof: Ich glaube gar nichts, aber Fakt ist, daß es die Technologie für künstliche Erdbeben gibt. Und von meiner Theorie her entspricht das genau der These von der patriarchalen Schöpfung aus Zerstörung. ...

http://diestandard.at/1265852135844/Interview-Claudia-v-Werlhof-Kapitalismus-ein-Zerstoerungsprojekt

ZUR PERSON: Claudia von Werlhof (66) ist Professorin für Frauenforschung an der Uni Innsbruck. Sie gilt als Mitbegründerin der Frauenforschung in der BRD und zusammen mit Maria Mies und Veronika Bennholdt-Thomsen als Begründerin des Ökofeminismus. Aktivistin der 68er Bewegung.

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Kategorie(n): Klima-Debatte 

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