Fundstück 16.02.2012 12:47 +Feedback
Der kölsche Außenminister
Köln ist nicht nur eine besonders hässliche Stadt - gehen Sie mal mit offenen Augen vom Rudolfplatz über den Neumarkt bis zum Heumarkt -, Köln ist auch berühmt für seinen Klüngel. Es soll einen OB, einen Stadtrat und eine Stadtverwaltung geben, in Wirklichkeit aber regiert das närrische Dreigestirn, und die wichtigen Entscheidungen werden auf den Sitzungen der Roten und den Blauen Funken und der Prinzengarde getroffen. Beim Bau der U-Bahn fährt das Stadtarchiv buchstäblich in die Grube, Baumetarial verschwindet spurlos auf dem schwarzen Markt, auf der Domplatte tobt sich seit Jahren ein Antisemit aus, im Stadtteil Chorweiler blüht die Kriminalität. Und keiner kann was dafür, denn das Motto der Kölner lautet: “"Man möht och jünne künne.” (Man muss auch gönnen können.)
Dafür aber leistet sich die Stadt ein Amt für Internationale Angelegenheiten, eine Art kölsches Außenministerium, das - Sie ahnen es bereits - u.a. einen Beitrag zur Lösung des Nahostkonflikts leisten möchte. Mit weniger gibt sich der Kölner nicht zufrieden. Gerd Buurmann hat sich die Einrichtung und ihren Chef mal aus der Nähe angesehen.
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Kategorie(n): Inland


