Richard Wagner 02.07.2010 04:26 +Feedback
Das Neueste von der Komintern
Es ist bekannt, dass der Sport in Deutschland sich nicht auf den Fußball beschränkt. Zum Sport gehört hier auch der Wettbewerb um den besten Hitler-Vergleich. Der Neueste stammt von einem Westmitglied der Zonen-Senioren- und- Kids- On- The- Bloc-Partei, die seit einer Weile unter dem Label Die Linke auftritt. Dieter Dehm, ehemals Revoluzzer-Barde und Ego-Impresario in Frankfurt am Main, hat wohl das non plus ultra des Themas erreicht. Er sagte anlässlich der Bundespräsidentenwahl, man könne sich schwer zwischen Hitler und Stalin entscheiden. Er meinte Wulff und Gauck.
Das ist so dumm, dass man gar nichts darauf zu erwidern vermag, aber gerade darin besteht die Schlagkraft dieses eingetragenen Vereins: Sich dumm zu stellen, wo er nicht weiter weiß, und sich gescheit zu geben, wo alles Gescheite bereits gesagt und so weit auch erledigt ist. Und zwar ganz und gar ohne den Einsatz seiner Spieler.
Manche von unseren Kommentatoren meinen, in ihrer grenzenlosen Naivität, Die Linke hätte diesmal eine gute Chance gehabt, sich zu beweisen, und damit glaubwürdig zu erscheinen, indem sie den Kandidaten von Rot-Grün, Joachim Gauck, unterstützt hätte. Mal abgesehen davon, dass Gauck nicht der Kandidat von Rot-Grün, sondern deren Gegenkandidat zum CDU-Kandidaten war: Das Verhalten der so genannten Linken bestätigt nichts anderes als ihre Koalitionsunfähigkeit. Rot-Grün sollten den unspannenden Gedanken , dass die Linkspartei jemals ein Verbündeter sein könnte, endlich aufgeben.
Über das Wahlverhalten der Linkspartei braucht man sich nicht zu wundern. So haben Kommunisten immer gehandelt. Sie haben immer wieder dafür gesorgt, dass die offene Gesellschaft zu Schaden kommt. Ihnen geht es nicht darum, die bessere Lösung zu unterstützen. Das würde schließlich heißen, die offene Gesellschaft zu verteidigen, und das wiederum wäre gegen das kommunistische Programm. Sie wollen vielmehr mit jeder Gelegenheit von Neuem beweisen, dass das System, der so genannte Kapitalismus, nicht praktikabel sei und deshalb historisch abgelöst werden müsste.
Die Bundespräsidentenwahl ist ein weiterer Beweis für die destruktive Haltung dieser Partei. Sie ist nicht nur ein Hilfsverein der Ehemaligen, sondern das große Überlebens-U-Boot der kollektivistischen Utopie.
Man kann nicht oft genug anmerken, dass diese Partei nicht die Stimme des Ostens ist, sondern die Stimme der vom Volk abgewählten Nomenklatura. Nicht Deutschland ist gespalten, sondern der deutsche Osten. Das eine Lager wird angeführt von Der Linken, das andere ist das der Bürgerrechtler, jenes von Gauck. Gespalten ist die ostdeutsche Gesellschaft, und von dieser Spaltung profitiert weiterhin Die Linke. Sie gibt sich die Rolle des Pflichtanwalts, ohne dass ein Gericht sie dazu bestellt hätte.


