Bernd Zeller 03.09.2010 09:30 +Feedback
Das Gefährliche an Sarrazin
Die Kommentare sind weitgehend einig, dass Sarrazin seinen Rauswurf verschuldet, provoziert oder sogar angestrebt habe. Man muss wohl davon ausgehen, dass Sarrazin sich nicht im Irrtum darüber befand, mit wem er es zu tun kriegt und dass nichts unversucht bleiben wird.
Dennoch hat er sich nicht davon abbringen lassen zu schreiben, was er für richtig hält. Bei aller Abfindung, kein Redaktionsheini und kein Parteibübchen von denen, die rot anlaufen, hätte so was ansatzweise in Betracht gezogen. Die Kanzlerin sollte ihm den Preis für Zivilcourage verleihen. Ach ja, Zivilcourage ist ja in der Gruppe, wo keiner verantwortlich ist, und zum ausgerufenen Termin mit Winkelementen. Das hier heißt Mut, und wo kämen wir hin, wenn das Nachahmer fände. Immerhin bleibt das Verdienst, eine Debatte angestoßen zu haben, in deren Ergebnis
klar definiert ist, was man sagen darf. Unklar ist zum Beispiel: darf man sagen, es ist ein Integrationshemmnis auf moslemischer Seite, wegen Statistik beleidigt zu sein?
Einiges an den Aussagen ist in der Tat zu hinterfragen. Renate Künast sagte, es geht nicht, dass Sarrazin den Islam nicht respektiert und einen fließenden Übergang vom Islam zum Terror sieht. Damit beleidigt er alle Terroristen; die sehen keinen fließenden Übergang, und Respekt zollen muss man schon deshalb, um sich vorzumachen, es komme denen darauf an.
Zu Recht wurde herausgearbeitet, dass die Mutmaßung jüdischer Gene antisemitisch ist trotz Unterstellung höherer Intelligenz, denn die höhere Intelligenz ist es ja gerade, was den Antisemitismus auslöst.
Und wenn die Dummen sich überdurchschnittlich fortpflanzen, wieso ist Claudia Roth dann kinderlos?
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Kategorie(n): Inland


